Liebe Ehemalige,

 

das Projekt “Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz” nähert sich nach fast 5 Jahren gemeinsamer Arbeit seinem Ziel. Die drei „Sülzer Findlinge“ werden bald ihren Platz auf dem neu gestalteten ehemaligen Kinderheimgelände einnehmen. Wir Ehemaligen sind vom Förderverein Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz e.V. herzlich eingeladen, die Ankunft der „Sülzer Findlinge“ zu feiern.

 

Wir wollen bei der Steinlegung am 20. April unter einem Findling eine „Zeitzeugenkapsel“ im Boden vergraben. Wir bieten Euch an, für diese „Zeitzeugenkapsel“ Euren persönlichen Beitrag zu schicken. Damit können wir symbolisch von der Zeit im Kinderheim Abschied nehmen. Euer persönlicher Beitrag kann ein Brief sein und/oder ein kleiner Gegenstand wie ein Foto, eine Haarlocke, oder irgendein anderes Symbol, das Euer Gefühl für die Zeit im Kinderheim ausdrückt.

 

Wir bitten Euch, Eure persönlichen Briefe und/oder Gegenstände in ein normales Briefkuvert zu stecken und zuzukleben (Größe bis 125 x 235 mm). Damit Euer persönlicher Brief auch für uns versiegelt bleibt, bitten wir Euch, diesen Brief in einen größeren Umschlag (DINA5, Porto 1,45 €) zu stecken und bis zum 18. April an folgende Adresse zu senden die Ihr hier per Mail erfragen könnt.

 

Eure Zusendungen werden von Monika absolut vertraulich behandelt. Sie steckt Eure verschlossenen Briefe vor Ort in die „Zeitzeugenkapsel“, die unter einem etwa 14 Tonnen schweren Findling sicher verwahrt wird. Wer möchte, kann seine „Erinnerung“ auch persönlich am 20. April um 12 Uhr am Infostand des FEKS in die Kapsel stecken.

 

Für die Ankunft der „Sülzer Findlinge“ möchten wir euch über folgende Termine informieren:

  • Am Freitag, den 20. April, werden die Findlinge auf dem ehemaligen Kinderheimgelände verlegt. Die Arbeiten mit Schwerlastkran beginnen am frühen Morgen und dauern den ganzen Tag. Monika wird über die Ankunft und Verlegung der „Sülzer Findlinge“ eine Fotodokumentation erstellen. Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker wird um 14 Uhr mit uns und dem FEKS die „Zeitzeugenkapsel“ vergraben.

 

  • Feiern möchte der FEKS die Ankunft der „Sülzer Findlinge“ mit uns Ehemaligen, seinen Mitgliedern, allen Förderern, Vertretern aus Politik und Verwaltung und der Nachbarschaft am Samstag, den 5. Mai, ab 15 Uhr mit einem bunten Programm, Imbiss und Getränken auf dem zentralen Platz vor der ehemaligen Kirche.

 

(Informationen im Forum unter: http://www.kinderheim-koeln-suelz.de/forum/index.php?id=5116 ).

Wir freuen uns auf Eure Beiträge und Eure Teilnahme bei der Ankunft der „Sülzer Findlinge“!

Herzliche Grüße

Klaus

Helmut J. Kirfel  spricht über eine religiöse Gemeinschaft zwischen Anpassung und Widerstand

Bis zu 25000 Wallfahrer kamen in den 1930iger Jahren zum Hermann-Josef-Fest nach Steinfeld(Foto Sammlungen Kirfel)

Kall-Steinfeld

„Kloster Steinfeld in der Zeit des Nationalsozialismus – Eine religiöse Gemeinschaft zwischen Anpassung und Widerstand“. Diesem Thema widmet sich Helmut J. Kirfel aus Steinfeld, der viele Jahre stellvertretender Leiter des Hermann-Josef-Kollegs und danach bis zu seinem Ruhestand Leiter des Pallotti-Kollegs Rheinbach war. Ergebnisse seiner Recherchen stellt er am Freitag, 19. Januar, in einem Vortrag vor.

Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Haltungen der katholischen Kirche zum Nationalsozialismus sollen die Verhältnisse im Kloster Steinfeld dargestellt werden. Kirfel hat unter anderem die außergewöhnliche Position der Salvatorianer als Pächter einer Staatsdomäne, die permanente Sorge vor Vertreibung und das Aushandeln „besonderer Konditionen“ unter Inkaufnahme diverser „Gäste“ wie der Westwallarbeiter untersucht.

Mit der Napoleonischen Säkularisation 1802 endete die Erfolgsgeschichte des alten Prämonstratenserstift.

Vertreibung drohte

1845 kaufte der preußische Staat die Anlage, die 1853 zur königlich-preußischen Erziehungs- und Besserungsanstalt und 1923 geschlossen wurde. Das Kloster wurde von den Salvatorianern als Mieter wiederbesiedelt, 1924 begannen die Patres mit der Nachwuchsschulung.

Nachdem Adolf Hitler 1933 die Macht ergriffen hatte, drohte den Salvatorianern die Vertreibung aus Steinfeld. Offenbar habe es konkrete Überlegungen gegeben, im Kloster ein Schulungsheim für die Hitlerjugend oder ein Erholungsheim für die NS-Frauenschaft einzurichten, so Kirfel. Aber die Sorge vor diesem Damoklesschwert hätte ihr Übriges getan, in den Klostermauern für Unauffälligkeit zu sorgen.

Eine Ausnahme war Pater Otto Schmidt, seit 1938 Schulleiter in Steinfeld. Er fiel bei einer Predigt am 27. November 1938 in der Dreiborner Kirche einer Denunziation zum Opfer und wurde wegen Verstoßes gegen das Heimtückegesetz inhaftiert. Nach einem halben Jahr wurde Pater Otto entlassen, durfte aber nicht mehr als Lehrer arbeiten. Im August 1939 wurde das Verfahren mangels Beweisen eingestellt.

Während eines Gottesdienstes am Hermann-Josef-Dienstag am 4. April 1939 erhielten die Salvatorianer die telefonische Mitteilung, dass sie das Kloster räumen müssten, um Westwallarbeiter unterzubringen. Schließlich konnte ausgehandelt werden, dass die Patres bleiben können, aber einen Großteil der Anlage für 1000 Arbeiter zur Verfügung stellen müssen. Am 4. September 1939 rückte zusätzlich Militär ein. Ab 1940 wurde es in Steinfeld ruhiger. Westwallarbeiter und Militär waren abgezogen. Die Schule wurde zu Ostern 1940 zwangsweise geschlossen.

630 Waisenkinder

Aber es sollten neue „Gäste“ kommen. Die Kölner Waisenhäuser mussten wegen der Kriegsentwicklung evakuiert werden. Ab 10. März 1941 zogen Kinder des Waisenhauses Köln-Sülzgürtel in Steinfeld ein. Zunächst waren es 400, die Zahl stieg bis auf 630 samt Betreuerinnen und Personal.

Waisenhausdirektor war der „katholische Nationalsozialist“ Friedrich Maria Tillmann, der von 1940 bis 1941 nebenamtlich als Büroleiter der Zentrale „T4“ tätig war, eine Abkürzung für die Berliner Adresse „Tiergartenstraße 4“. Diese Einrichtung war für die Tötung von rund 100 000 behinderter Menschen verantwortlich. Tillmann wird vorgeworfen, dafür gesorgt zu haben, dass in den „Sonderstandesämtern“ der einzelnen Anstalten nach jeder Tötung falsche Papiere für die Hinterbliebenen ausgestellt wurden.

Kurz vor der Prozesseröffnung wegen Beihilfe zum Mord starb Tillmann 1964 durch Sturz aus dem achten Stock eines Verwaltungsgebäudes. Ob es Selbstmord oder Mord war, wurde nie geklärt.

In Steinfeld hat er laut Kirfel ein unauffälliges Familienleben geführt mit Frau und drei Kindern. Nach 1945 wurde ihm attestiert, dass er dort die Kreuze in vom Waisenhaus genutzten Räumen und auch den Religionsunterricht unangetastet ließ. Er soll gar jüdische Kinder versteckt haben.

Wie Kirfel ermittelte, gab es ein ungewöhnlich erscheinendes Miteinander von christlicher Lebensführung und NS-Ritualen. Im Kreuzgang befand sich bis Herbst 1944 ein großes Hitlerbild, umrahmt von Hakenkreuzfahnen und Flammenschalen. 1944, als die Westfront näher rückte, fanden Familien aus Udenbreth, Rescheid und Umgebung im Kloster Zuflucht. Von wenigstens einer Familie ist bekannt, dass dies auf Vermittlung des Judenhassers Wilhelm Fischer, Amtsbürgermeister und NSDAP-Ortsgruppenleiter von Hellenthal, geschah.

Bis Anfang März 1945 war das Kloster ein Hauptverbandsplatz für Verwundete der Ardennen-Offensive. Laut Kirfel bergen die 277 Gräber auf dem Steinfelder Soldatenfriedhof zwischen 40 und 50 Soldaten der Waffen-SS und der Waffen-SS HJ – junge Leute, die fast noch als Kinder bezeichnet werden können. Täglich wurden in dieser Zeit 100 bis 200 Verwundete im Lazarett aufgenommen. Kirfel zitiert die Kloster-Chronik: „Steinfeld gleicht einem Lager, es wimmelt von Truppen. Die Sterblichkeit in dem Lazarett ist groß, die Verwundeten so zahlreich, daß dieselben selbst in den Gängen liegen. Selbst im englischen Radio wurde auf die Mißstände hingewiesen, die im Lazarett Steinfeld herrschten.“ Bis zum 1. April 1945 zogen rund 40 Mitarbeiter des Landratsamts des Kreises Schleiden im Kloster ein, wo sie auch bis Herbst 1946 arbeiteten. Am 20. Dezember 1945 tagte im Speisesaal des Klosters der erste Nachkriegskreistag.

Kommandantur in der Abtei

Die US-Kommandantur für den Kreis Schleiden, später die britische, bezogen die heutige Benediktinerinnenabtei.

Weil die meisten Gebäude des Waisenhauses in Köln von Bomben zerstört waren, kehrten viele Waisenkinder mit ihren Betreuern zurück nach Steinfeld. Es dauerte bis 1953, bis alle Kinder in Köln untergebracht werden konnten.

1956 kauften die Salvatorianer das Kloster vom Land NRW für 350.000 DM.

Kirfels Vortrag beginnt am am Freitag, 19. Januar, um 20 Uhr im Hermann-Josef-Saal des Klosters. Er ist Teil der spirituellen Vorträge in Steinfeld. Immer wieder hat Kirfel in dieser Reihe historische Beiträge über das Kloster beigesteuert, die Aspekte vom Mittelalter bis zur Neuzeit beinhalten. Weitere Informationen bei Pastoralreferentin Alice Toporowsky, Tel. 01 71/9 56 47 23.

– Quelle: https://www.rundschau-online.de/29511648 ©2018

Der Start der Online-Spendenaktion für unser Projekt “Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz” hat am ersten Spendentag ein phantastisches Ergebnis gebracht!

Insgesamt sind am 7. Juli von Freunden und Förderern 2.500 Euro gespendet worden! Dazu sagen wir ganz herzlichen Dank an allen Spendern.

Die Aktion geht weiter

Bitte spendet weiter und werbt für unser Projekt bei euren Freunden, Bekannten und auf Facebook. Jede noch so kleine Spende hilft uns. Selbstverständlich kann jeder auch anonym auf der Seite “Gut für Köln und Bonn” auf unser Projekt spenden. Hier einige Ideen zum Geldsammeln.

Macht doch mal mit der ganzen Familie Gesellschaftsspiele und spielt um kleine Geldbeträge.

Misstet Euren Kleiderschrank aus oder  schaut in den Keller was Ihr alles nicht mehr braucht und verkauft es auf den Trödelmarkt.

Der Erlös könnt Ihr dann an uns spenden.

Sie können direkt über diesen grünen Spendenbutton für unser Projekt “Wir schaffen Erinnerungsorte für das ehemals größte Kinderheim in Europa” spenden. Als Zahlungsmethoden werden Bankeinzug, Kreditkarten, PayPal und giropay akzeptiert.

Hier kommen Sie direkt zu unserer Spendenaktion. Weitere Informationen zu unserer Spendenaktion erhalten Sie hier.
Jetzt Spenden! Das Spendenformular ist ein kostenfreier Service von betterplace.org.

Kunst_kirche

Bild: Anna Chulkova, freischaffende Künstlerin Köln

Mit Kunst Erinnerungsorte darzustellen haben die Studentinnen, Studenten und freischaffenden Künstler ein beindruckendes Ergebnis geschaffen. Die gestern eröffnete Ausstellung im alten Aufnahme- und Verwaltungsgebäude des ehemaligen Städtischen Kinderheimes Köln Sülz füllte sich noch einmal mit zahlreichen Besuchern, bevor das Gebäude endgültig kernsaniert wird. Dank der GWG Genossenschaft konnten alle leerstehende Räume mit Ideen und Kunst gefüllt werden.

Selten konnte man sich noch einmal intensiv mit Leuten unterhalten und die dargestellte Kunst als Gedankenaustausch nutzen. Damit dürfte zu Recht von einen einmaligen Event gesprochen werden.

Die Studentinnen und Studenten haben nach gründlicher Vorbereitung zum Thema “Erinnerungsorte Kinderheim Sülz” Kunstprojekte geschaffen, die auch mir neue Betrachtungsweisen verschafften.

Erstaunt hat mich doch bei allen Kunstteilnehmer/innen ihre Entdeckung von Gegenständen, die lose im Gebäude rum lagen (Lampenfassungen, Türklinken, Haken etc), oder Häuserwinkeln (Fallrohre mit Widerhaken z.B.), die selbst mir erst jetzt aufgefallen sind. Mit nahezu allen Entdeckungen konnten die Künstler etwas anfangen. So liegt in einem Raum eine sehr große Baumwurzel (Aussage einer Ehemaligen: Jeder Baum der auf dem alten Heimgelände gefällt wurde ist auch ein verlorenes Kind!). Auch der allseits bekannte Spruch am Ursulahaus wurde künstlerisch verarbeitet.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 24.06.2015 und ich kann nur jedem einen Besuch empfehlen.

 

 

 

Freistatt ein Film von ein Film von Marc Brummund
mit Louis Hofmann, Alexander Held, Max Riemelt, Katharina Lorenz, Stephan Grossmann,
Uwe Bohm u.a.
Deutschland 2015, 104 Minuten, deutsche Originalfassung
Kinostart 25.06.2015

Plakat Freistatt

Verleih
Salzgeber & Co. Medien GmbH
Prinzessinnenstraße 29 · 10969 Berlin

Sommer 1968. Der Wind der Veränderung ist in den norddeutschen Kleinstädten allerhöchstens als Brise zu spüren. Mit selbstverständlicher Aufmüpfigkeit begegnet der 14-jährige Wolfgang seinem Alltag, seiner Mutter und vor allem seinem Stiefvater. Als er von seiner Familie in die abgelegene kirchliche Fürsorgenanstalt FREISTATT abgeschoben wird, findet er sich in einer Welt wieder, der er nur mit noch unbändigerem Freiheitsdrang begegnen kann: Verschlossene Türen, vergitterte Fenster, militärischer Drill während der als Erziehung verbrämten täglichen Arbeitseinsätze in den Mooren der Umgebung. Doch für Wolfgang ist eins klar: Seine Sehnsucht nach Freiheit wird er so schnell nicht im Moor begraben.

Frühsorgeerziehung im Nachkriegsdeutschland,
Beispiel Freistatt

“Wenn du nicht brav bist, kommst du ins Heim!”

Ihr Schicksal wurde bis vor kurzem wenig thematisiert: In den 1950er und 1960er Jahren wurden über eine halbe Million Kinder und Jugendliche in kirchlichen und staatlichen Heimen der Bundesrepublik oft seelisch und körperlich schwer misshandelt und als billige Arbeitskräfte ausgebeutet. Viele leiden noch heute unter dem Erlebten, verschweigen diesen Teil ihres Lebens aber aus Scham, selbst gegenüber Angehörigen. Manchmal genügte den Ämtern der Hinweis der Nachbarn auf angeblich unsittlichen Lebenswandel, Nichtigkeiten wie “Arbeitsbummelei”, Schulschwänzen oder auch die reine Willkür der Eltern, um junge Menschen für Jahre in Heimen verschwinden zu lassen. In diesen Institutionen regierten gar nicht oder nur unzureichend ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher, die oft einem Orden angehörten und als Verfechter christlicher Werte auftraten, mit aller Härte. Den Jugendlichen wurden keine oder nur mangelhafte Ausbildungsmöglichkeiten ermöglicht. Nur wenig von dem, was im Inneren der angeblichen Erziehungsheimen stattfand drang damals nach außen. Die “Heimkampagne”, ausgelöst von Andreas Baader und Ulrike Meinhof, und die Proteste der 68er brachten nur allmählich einen Wandel. Der “Runde Tisch Heimerziehung” des Deutschen Bundestages verabschiedete erst Ende 2010 eine kaum befriedigende und sich nun hinschleppende Entschädigung der Betroffenen.

Die Diakonie Freistatt im Kreis Diepholz, Niedersachsen, galt bis in die 1970er Jahre als eine der härtesten Einrichtungen der Jugendfürsorgeerziehung und Endstation vieler Heimkarrieren. Als Außenstelle der in Nordrhein-Westfalen gegründeten und ansässigen von Bodelschwinghschen Anstalten Bethel war sie, weit abgeschieden und umgeben vom norddeutschen Moor, mit Presstorfproduktion, Schlossereien und Schmieden als reiner Wirtschaftsbetrieb konzipiert, der die billigen Arbeitskräfte brutal ausnutzte. Die im damaligen Freistatt erlittenen Schicksale sind in ihrer Drastik exemplarisch für das Unrecht, das jungen Menschen überall in solchen Heimen in der Bundesrepublik angetan wurde und das sie im Namen von Kirche und Staat kollektiv meist fürs ganze Leben gebrochen und verroht hat.

Freistatt ist heute eine der wenigen offenen Anstalten. Man gibt zu, dass hier im Namen der Kirche unsägliche Dinge geschehen sind. Ehemalige dürfen ihre alten Akten sehen, und die Heimleitung stellt Bescheinigungen aus, auf denen steht, dass die damalige Arbeit nach heutigen Maßstäben sozialversicherungspflichtig gewesen wäre. Neben dem initiierenden Sachbuch von Peter Wensierski “Schläge im Namen des Herrn” (2006) war speziell die von den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel selbst in Auftrag gegebene Studie “Endstation Freistatt” von 2009, über die Fürsorgeerziehung bis in die 1970er Jahre, Auslöser für diesen Film. Sein wichtigster Bezug aber ist die von Marc Brummund in vielstündigen Gesprächen aufgezeichnete Geschichte von Wolfgang Rosenkötter, einst Zögling und nun Ombudsmann in Freistatt, die neben weiteren Schilderungen von Erziehern und Betroffenen, auch in anderen Heimen, das Drehbuch von Nicole Armbruster und Marc Brummund mit persönlicher Erfahrung grundierte.

Die Leitung der Diakonie Freistatt hat das Projekt von Beginn an unterstützt und, quasi exklusiv, die Dreharbeiten an den noch weitgehend existierenden Originalschauplätzen ermöglicht.

Quelle:http://www.freistatt-film.de/

Neben dem Turm der Kirche „Zur heiligen Familie“ am Sülzgürtel reißen Bagger letzte Überbleibsel des früheren Kinderheims ab. Der Förderverein will an die wechselvolle Geschichte des ehemaligen Kinderheims in Sülz erinnern. Von Martina Windrath

Der Kirchturm der „Heiligen Familie“ ist stehen geblieben: Kathy Ziegler und Harald Weiß möchten auf dem Gelände des ehemaligen Kinderheims in Sülz weitere Erinnerungsorte schaffen. (Foto: Meisenberg)

Der Kirchturm der „Heiligen Familie“ ist stehen geblieben: Kathy Ziegler und Harald Weiß möchten auf dem Gelände des ehemaligen Kinderheims in Sülz weitere Erinnerungsorte schaffen. (Foto: Meisenberg)

Köln. Neben dem Turm der Kirche „Zur heiligen Familie“ am Sülzgürtel reißen Bagger letzte Überbleibsel des früheren Kinderheims ab. In Richtung Beethovenpark stehen bereits Neubauten, wo früher das Heim hinter hermetisch abgeriegelten Mauern lag, entstehen Gärten und offene Wege. Nur der Kirchturm und das „Haus Elisabeth“ bleiben erhalten. Abgerissen wurde auch die Wand mit einem Text, den ein ehemaliger Bewohner aufgesprayt hatte:

„1914 – 2009. Segen und Fluch.

Meinen Dank den Aufrichtigen,

den Schützenden und den Liebenden!

Den anderen das Jüngste Gericht und die

Gnade der Gedemütigten und Zerbrochenen.

Für uns selbst Mut und Frieden.“

 

Vielleicht werden diese Zeilen in Zukunft wieder an einer Stelle auf dem Gelände an die wechselvolle Geschichte erinnern und den ehemaligen Bewohnern Respekt erweisen. Vielleicht werden Fundstücke wie ein Baby-Gitterbett oder die Stadtmusikanten-Skulptur auf einem Erinnerungspfad durchs Neubauareal zu betrachten sein. Kathy Ziegler und Harald Weiß vom „Förderverein Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz“ sind Neubewohner und stellten der Rundschau die Initiative vor. Das Projekt wurde von neuen Bewohnern des Quartiers und Ehemaligen initiiert.

„Vorstellen könnte man sich zum Beispiel eine solche Route vom Sülzgürtel bis zum Park“, meint Ziegler. „Wie es genau aussehen könnte, ist noch offen. Aber wir finden wichtig, dass hier ein Stück Stadtgeschichte sichtbar gemacht wird“, so Weiß. Dabei helfen Studierende: Mit der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter sowie der Bildenden Künste Saarland werden Konzepte entwickelt. In zwei Workshops arbeiten Gruppen im Mai vor Ort. Die Arbeiten werden am 20. Juni in der Kirche ausgestellt.

22 500 Jungen und Mädchen

„Die Geschichte des Kinderheims wird von Ehemaligen sehr unterschiedlich wahrgenommen“, weiß Ziegler, die eines der im Bauherren-Modell errichteten Objekte bewohnt. Architekt Weiß wirkte selbst am Bau mit. Einige Ehemalige haben mit dem Areal gebrochen und sehr schlechte Erinnerungen, andere gute Erfahrungen gemacht. Die Errichtung des Kinderheims war 1912 vom Kölner Rat beschlossen worden, insgesamt haben 22 500 Jungen und Mädchen von 1917 bis 2012 in der Sülzer Einrichtung gelebt. Zu Beginn betreuten Schwestern vom Armen Kinde Jesu die Kinder, „Drill und übertriebener Gehorsam waren die pädagogischen Konzepte“, heißt es in der Projektbroschüre.

1972 leitete der damalige Direktor Rolando da Costa Gomez einen Wandel ein, ein Züchtigungsverbot und kindgerechte Konzepte mit Familienanbindung folgten, 1973 verließen die letzten Nonnen das Kinderheim. Der Aufbau der dezentralen Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtungen „Kids“ beendete endgültig die Heim-Ära. 2006 beschloss der Rat, das Gelände an Baugruppen und Bauträger zu verkaufen. Nun werden dort über 300 Wohnungen entstehen, mit dem Kirchturm von Architekt Gottfried Böhm als erstem Erinnerungsort.

Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann sich an Architekt Harald Weiß, Telefon 0221 –  421 584, Mail

Kölnische Rundschau vom 25.04.2015

Kölnische Rundschau vom 23.04.2015 –

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) stellt wegen des hohen Bedarfs weitere 750 000 Euro für den Fonds “Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975” zur Verfügung. Das hat der Landschaftsausschuss Rheinland gestern einstimmig beschlossen. Mit dem Geld werden Menschen, die noch heute unter den Folgen der Heimerziehung in den Jahren 1949 bis 19754 leiden unterstützt.

Zusätzlich sprach sich der Landschaftsausschuss dafür aus, einen Hilfsfonds für Kinder und Jugendliche zu errichten, die in den 1950er bis 1970er Jahren in psychiatrische Kliniken oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen untergebracht waren. Diese wurden beim bestehenden Fonds  für ehemalige Heimkinder nicht berücksichtigt.

Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.ehemaligeheimkinder.lvr.de (kmü)

 

KSTA vom 20.10.2014

Peter Bringmann-Henselder wurde von einem Priester in einem Kölner Kinderheim jahrelang missbraucht. Heute setzt er sich für Aufklärung und Wiedergutmachung ein. Für einen Dokumentarfilm über das Heim verwertet er bislang unveröffentlichte Akten.  Von Uli Kreikebaum   

  Köln. Am klarsten sind Peter Bringmann-Henselders Erinnerungen im Schlaf. Bedrängt von einem Pfarrer, irrt er durch Gänge des Sülzer Kinderheim. Er will weglaufen, schafft es aber nicht. Wenn alles schwarz wird, wacht er schreiend auf.

Als Kind hatte er einen Sprachfehler. Nachdem der Priester ihn das erste Mal vergewaltigt hatte, sei er zu einer Schwester gelaufen und habe ihr stotternd erzählt, was der Geistliche getan habe. „Die Schwester hat mich mit einem Besen verprügelt und der Lüge bezichtigt. Und am Samstag gehst du dem Pfarrer deine Lüge beichten, hat sie zum Schluss gesagt.“

Anfangs habe der Geistliche ihn „nur“ alle paar Monate missbraucht, „als ich älter wurde, fast wöchentlich“. Später wurde er auch vergewaltigt. Es trat ein, was der Priester ihm von Beginn an eingebläut hatte: „Dir wird sowieso niemand glauben.“ Der Geistliche machte in der Kirche Karriere. Vor einigen Jahren ist er gestorben.

„Antrag auf Anerkennung des Leids“

Als junger Erwachsener habe er sich an das Bistum gewandt, und um Aufklärung und Entschuldigung gebeten, sagt Bringmann-Henselder: „Dort sagte man mir, das müsse der Priester mit seinem eigenen Gewissen und mit dem lieben Gott ausmachen.“ Heute sagt Bistumssprecher Christoph Heckeley, Peter Bringmann-Henselder könne einen „Antrag auf Anerkennung seines Leids“ stellen. Der Kardinal werde sich auf Wunsch mit ihm treffen. „Kardinal Meisner hat sich mit allen unmittelbar betroffenen Missbrauchsopfern getroffen, ohne je öffentlich darüber zu sprechen.“ Seit Anfang 2012 können ehemalige Heimkinder, die missbraucht worden sind, Geld aus einem Fonds beantragen, an dem sich Bund, Länder und Kirchen zu je einem Drittel beteiligen. Katholische und evangelische Kirche hatten Anfang des Jahres darauf gedrängt, die Opfer schneller zu entschädigen.

Wie so viele Heimkinder hatte Bringmann-Henselder damals nichts gegen seinen Peiniger in der Hand. Heute gibt es einige Zeitzeugen, die den Kölner Pfarrer und einige der Nonnen des Ordens „Schwestern vom armen Kinde Jesus“ schwer beschuldigen.

Peter Bringmann-Henselder sagt, er habe bis heute „keine normale Sexualität“. Man sieht dem Mann die Traumata nicht unbedingt an. Als Junge hat er sich mit Fäusten gegen die Vergewaltigungen gewehrt. Als Erwachsener bestärkt er die Opfer, ihr Schweigen zu brechen. Und wehrt sich mit hartnäckigen Recherchen. Er zeigt bislang unveröffentlichte Akten, die er für einen Dokumentarfilm über das Sülzer Kinderheim verwertet. „Sie sollen helfen zu zeigen, dass die Kirche mehr weiß, als sie sagt.“

Mit den Schicksalen von Heimkindern beschäftigt sich der Sohn einer Mutter, die ihren Lebensunterhalt als Prostituierte verdiente, seit 1979. Er hat sich für HIV-Prävention starkgemacht und gegen sexuellen Missbrauch in Familien. Vor zwei Jahren erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Er ist – für Menschen, die etwas zu verbergen haben – ein unbequemer Mensch. Man hört ihm zu.

Prügel und Geschenke

Bringmann-Henselders erste Erinnerung an das Sülzer Kinderheim ist ein Besuch im Beethovenpark. Die Schwester zeigt den Kindern ein Vogelnest, Peter fragt: „Legen Menschen auch Eier?“ Dafür eine krachende Ohrfeige. Die zweite Erinnerung: eine Nonne, die ihn prügelt. Es gibt auch schöne Erfahrungen: Er habe Geige und Klavier spielen gelernt im Sülzer Kinderheim und musiziere bis heute. „Zum sechsten Geburtstag haben die Schwestern mir einen Fotoapparat geschenkt. Es war sicher nicht alles schlecht.“

Er zeigt seine Akte: Peter ist ein normal entwickeltes Kind mit gutem Gesundheitszustand, das etwas stottert, steht da. Das war zu einem Zeitpunkt, als er schon vergewaltigt wurde. Bringmann-Henselder wollte Kameramann werden. Er wurde mit der Begründung abgelehnt, dass er immer feuchte Hände habe. Er wurde Elektroinstallateur. Mit 35 musste er in Rente gehen, weil die Vergangenheit hoch kam. Seine Frau, eine Katholikin, die im Kinderheim arbeitete, wollte von seinen traumatischen Erlebnissen nichts wissen. Wenn er mit ihr intim war, tauchten Bilder des diabolischen Pfarrers auf. Als die Ehe scheiterte, brach er zusammen. Therapien brachten nur kurzfristig Linderung.

Also warf er sich in die Recherche. Im Moment arbeitet er an der Gründung einer Stiftung, die Opfern sexueller Gewalt und Ausbeutung helfen soll. Die Verhältnisse für Heimkinder hätten sich enorm verbessert, aber es sei nicht alles gut, sagt Peter Bringmann-Henselder. Die Stadt Köln habe sich entschuldigt und viel zur Aufklärung beigetragen. „Das Bistum hat lediglich ein paar Messen für die Opfer zelebriert. Das ist wie ein weiterer Schlag in den Unterleib der missbrauchten Menschen.“

Kein Reuebekenntnis

150 ehemalige Heimkinder meldeten sich bei Rolf Koch von den Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtungen der Stadt (KidS), als es darum ging, eine Chronik über das ehemalige Waisenhaus zu verfassen. 120 von ihnen berichteten von Misshandlungen. Nach einem Artikel im „Kölner Stadt-Anzeiger“ Ende Juli hätten sich wieder zahlreiche Opfer bei ihm gemeldet. Die Stadt als Betreiber des Kinderheims hat sich für das Unrecht offiziell entschuldigt.

Ein Reuebekenntnis gibt es von der katholischen Kirche bislang nicht. Bistumspressesprecher Christoph Heckeley verweist darauf, dass sich jedes Opfer melden könne: „Angesichts der schweren Verbrechen ist das selbstverständlich.“ Joachim Kardinal Meisner habe sich mit allen Menschen, die unmittelbar Missbrauchsopfer geworden seien, getroffen. Wie viele Opfer das waren und was ihnen passierte, sagt Heckeley nicht. Das gehöre zum Opferschutz.

Die Aachener Regionaloberin Maria Virginia von den „Schwestern vom armen Kinde Jesus“ sagt, ihr Orden spreche „mit jedem, der sich meldet“. Über eine Entschuldigung habe sie „noch nicht nachgedacht. Was passiert ist, ist passiert.“ (uk)

          http://www.ksta.de/koeln/opfer-berichtet-missbraucht-im-koelner-kinderheim,15187530,28787624.html       

Klaus Grube

Klaus Grube

Johannes Schumacher, der sich freier Journalist DVPJ und Pressesprecher Heimkinderverband Deutschland HKVD bezeichnet, titelte mit der Überschrift

Heimkinderverband – Europas schlimmstes Kinderheim “Sülz” 2012 am Ende – Nazidirektor Friedrich Tillmann + – Großkreuzritter Opus-Dei-Kardinal Joachim Meisner und das Geheimarchiv – SPD Oberbürgermeister Jürgen Roters und die Rückstellungen im Haushalt

Schon der Titel lässt schnell den Schluss zu, dass dieser Journalist überhaupt nicht recherchiert hat und kommt einen Rufmord gleich.

In seinen Bericht leitet er den Satz ein: “22.500 Opfer – Finanzielle Entschädigungen von 250.000 Euro pro Fall für ehemalige Zöglinge der Stadt Köln und des Bistums Köln gefordert”. Ich frage mich, wer von uns jemals so eine Summe gefordert hat. Eine Quelle, wer diese Forderung gestellt hat, nennt der Autor nicht.

Aber es kommt noch besser: Der Autor begibt sich jetzt in die Geschichte des Heimes, von dem er behauptet, dass dieses Heim von 1917 – 2012 eine Euthanasieburg und ein Ghetto war – somit das schlimmste Heim in Europa gewesen sein soll, und somit in seinen Augen der Grund für das Ende dieses Heimes war.

Auch wusste der Autor scheinbar nur davon, dass damals Friedrich Tillmann der Direktor des Heimes war und wenn dieser bei den NS-Regim am Euthanasieprogramm mitgewirkt hat, ja dann muss es ja auch im Kinderheim so schlimm zugegangen sein. Der Autor verfestigt sein Wissen noch damit, dass er den kompletten Text über Friedrich Tillmann aus WIKIPEDIA zwecks Beweis in seinen Bericht reinkopiert. Zitat “Im Mittelpunkt der Aufarbeitung des Euthanasieheimes standen der Nazidirektor Friedrich Tillmann und die skandalösen Zustände im Heim in der Nachkriegszeit bis 2012”

Dann macht er sich auch noch über das Buch “Vom Kölner Waisenhaus zu Kids” her und behauptet, dass ein Förderverein des “Sülzer Heimes” das Buch mit verschiedenen Autoren verfasst habe.
Seine Recherche hat dann festgestellt, dass das Buchprojekt zum Scheitern verurteilt war, weil die Stadt Köln als Herausgeber Einfluss auf den Inhalt des Buches genommen haben soll und der Erzbischof Kardinal Meisner nicht bereit gewesen sein soll, die Archive des Bistums für Recherchen zu öffnen.

So ein Blödsinn. Der Herausgeber, Autor und Geldgeber dieses Buches ist die Stadt Köln (KidS) und der Förderverein wird hier nicht nur falsch mit Namen genannt, sondern in Schuhmachers Recherchen-Wahn mit hineingezogen. Der Förderverein hat zu keiner Zeit an dem Buch mitgewirkt noch war er Initiator dieses Buches. Dieses Buch war alleine das Projekt der Stadt Köln (KidS).

Bleiben wir noch ein wenig beim Förderverein.
Zitat: “Förderverein: Nur noch wenige Zeitzeugen, die vor oder während des Krieges noch heute leben, konnten befragt werden. Der Förderverein dankt allen ehemaligen Heimkinder, Ordensschwestern vom “armen Kinde Jesu und Patres vom Kloster Steinfeld” für ihr Mitwirken an dieser Chronik. Ein wichtiges Dokument, so der Förderverein, dass heute als Fotokopie erhalten geblieben ist, war die Festschrift aus dem Jahre 1967 zum 50jährigen Bestehen des Städtischen Kinderheimes vom damaligen Heimdirektor Josef Abeln”. Mit wem hat der Autor den da gesprochen?

Johannes Schumacher hat auch festgestellt, dass die Bauherren auf dem heutigen Heimgelände auf Grund ihres schlechten Gewissens Kontakt zu uns (ehemaligen Heimkinder) gesucht haben und auf Grund verschiedener Kontakte dadurch ein Förderverein (FEKS) entstanden ist.

Tatsächlich haben die Anwohner sich schon früh Gedanken zum ehemaligen Heimgelände gemacht und Kontakte zu den ehemaligen Heimkinder gewünscht, um die geschichtliche Bedeutung dieses Geländes zu bewahren. Der Autor unterlässt nicht einmal zu erwähnen, dass Informationen über unsere Heimseiten vom Förderverein veröffentlicht werden.

Lieber Herr Schumacher, selten habe ich so einen geballten Mist auf einmal gelesen. Jahrelang kämpfen Heimkinder für ihre Glaubwürdigkeit zu den Geschehnissen und jetzt kommen Sie und fingern sich eine Story zusammen, die vorne bis hinten nicht stimmt.

Besonders dreist empfinden wir, dass der Heimkinderverband, in dem Sie sich als Ehrenmitglied vorstellen, in unserem Auftrag Forderungen an die Stadt Köln stellt, obwohl meines Wissens ein solcher Forderungsauftrag unsererseits nie gestellt wurde.

Der Heimkinderverband stellt sich auf seiner Homepage als eine durch Spenden finanzierte gemeinnützige und wohltätige Organisation dar. In Wirklichkeit ist der Heimkinderverband kein eingetragener Verein, allenfalls ein Interessenverband. Welche Interessen der Verband wirklich vertritt offenbart er nicht. Zu wiedersprüchlich stellt sich die Seite im Netz dar.

Ich möchte nur jeden davor warnen sich diesen Verband anzuvertrauen.

Ihre auf der Homepage vorgestellten Mitglieder, einschließlich Sie, sollten sich schämen, sich mit dem Namen Heimkinderverband als Wohltäter vorzustellen. Wir Ehemaligen sind schon teils durch die Hölle gegangen und brauchen keine weitere Hilfe, die nur dazu dient uns auch noch den letzten Willen zu nehmen.

Quellen:
http://www.pressinfocom.com/1/Heimkinderverband—Europas-schlimmstes-_843479.html

http://www.news4press.com/Mitteilung_844682.html

http://www.heimkinderverband.de/