Liebe Ehemalige,

 

das Projekt “Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz” nähert sich nach fast 5 Jahren gemeinsamer Arbeit seinem Ziel. Die drei „Sülzer Findlinge“ werden bald ihren Platz auf dem neu gestalteten ehemaligen Kinderheimgelände einnehmen. Wir Ehemaligen sind vom Förderverein Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz e.V. herzlich eingeladen, die Ankunft der „Sülzer Findlinge“ zu feiern.

 

Wir wollen bei der Steinlegung am 20. April unter einem Findling eine „Zeitzeugenkapsel“ im Boden vergraben. Wir bieten Euch an, für diese „Zeitzeugenkapsel“ Euren persönlichen Beitrag zu schicken. Damit können wir symbolisch von der Zeit im Kinderheim Abschied nehmen. Euer persönlicher Beitrag kann ein Brief sein und/oder ein kleiner Gegenstand wie ein Foto, eine Haarlocke, oder irgendein anderes Symbol, das Euer Gefühl für die Zeit im Kinderheim ausdrückt.

 

Wir bitten Euch, Eure persönlichen Briefe und/oder Gegenstände in ein normales Briefkuvert zu stecken und zuzukleben (Größe bis 125 x 235 mm). Damit Euer persönlicher Brief auch für uns versiegelt bleibt, bitten wir Euch, diesen Brief in einen größeren Umschlag (DINA5, Porto 1,45 €) zu stecken und bis zum 18. April an folgende Adresse zu senden die Ihr hier per Mail erfragen könnt.

 

Eure Zusendungen werden von Monika absolut vertraulich behandelt. Sie steckt Eure verschlossenen Briefe vor Ort in die „Zeitzeugenkapsel“, die unter einem etwa 14 Tonnen schweren Findling sicher verwahrt wird. Wer möchte, kann seine „Erinnerung“ auch persönlich am 20. April um 12 Uhr am Infostand des FEKS in die Kapsel stecken.

 

Für die Ankunft der „Sülzer Findlinge“ möchten wir euch über folgende Termine informieren:

  • Am Freitag, den 20. April, werden die Findlinge auf dem ehemaligen Kinderheimgelände verlegt. Die Arbeiten mit Schwerlastkran beginnen am frühen Morgen und dauern den ganzen Tag. Monika wird über die Ankunft und Verlegung der „Sülzer Findlinge“ eine Fotodokumentation erstellen. Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker wird um 14 Uhr mit uns und dem FEKS die „Zeitzeugenkapsel“ vergraben.

 

  • Feiern möchte der FEKS die Ankunft der „Sülzer Findlinge“ mit uns Ehemaligen, seinen Mitgliedern, allen Förderern, Vertretern aus Politik und Verwaltung und der Nachbarschaft am Samstag, den 5. Mai, ab 15 Uhr mit einem bunten Programm, Imbiss und Getränken auf dem zentralen Platz vor der ehemaligen Kirche.

 

(Informationen im Forum unter: http://www.kinderheim-koeln-suelz.de/forum/index.php?id=5116 ).

Wir freuen uns auf Eure Beiträge und Eure Teilnahme bei der Ankunft der „Sülzer Findlinge“!

Herzliche Grüße

Klaus

Helmut J. Kirfel  spricht über eine religiöse Gemeinschaft zwischen Anpassung und Widerstand

Bis zu 25000 Wallfahrer kamen in den 1930iger Jahren zum Hermann-Josef-Fest nach Steinfeld(Foto Sammlungen Kirfel)

Kall-Steinfeld

„Kloster Steinfeld in der Zeit des Nationalsozialismus – Eine religiöse Gemeinschaft zwischen Anpassung und Widerstand“. Diesem Thema widmet sich Helmut J. Kirfel aus Steinfeld, der viele Jahre stellvertretender Leiter des Hermann-Josef-Kollegs und danach bis zu seinem Ruhestand Leiter des Pallotti-Kollegs Rheinbach war. Ergebnisse seiner Recherchen stellt er am Freitag, 19. Januar, in einem Vortrag vor.

Vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Haltungen der katholischen Kirche zum Nationalsozialismus sollen die Verhältnisse im Kloster Steinfeld dargestellt werden. Kirfel hat unter anderem die außergewöhnliche Position der Salvatorianer als Pächter einer Staatsdomäne, die permanente Sorge vor Vertreibung und das Aushandeln „besonderer Konditionen“ unter Inkaufnahme diverser „Gäste“ wie der Westwallarbeiter untersucht.

Mit der Napoleonischen Säkularisation 1802 endete die Erfolgsgeschichte des alten Prämonstratenserstift.

Vertreibung drohte

1845 kaufte der preußische Staat die Anlage, die 1853 zur königlich-preußischen Erziehungs- und Besserungsanstalt und 1923 geschlossen wurde. Das Kloster wurde von den Salvatorianern als Mieter wiederbesiedelt, 1924 begannen die Patres mit der Nachwuchsschulung.

Nachdem Adolf Hitler 1933 die Macht ergriffen hatte, drohte den Salvatorianern die Vertreibung aus Steinfeld. Offenbar habe es konkrete Überlegungen gegeben, im Kloster ein Schulungsheim für die Hitlerjugend oder ein Erholungsheim für die NS-Frauenschaft einzurichten, so Kirfel. Aber die Sorge vor diesem Damoklesschwert hätte ihr Übriges getan, in den Klostermauern für Unauffälligkeit zu sorgen.

Eine Ausnahme war Pater Otto Schmidt, seit 1938 Schulleiter in Steinfeld. Er fiel bei einer Predigt am 27. November 1938 in der Dreiborner Kirche einer Denunziation zum Opfer und wurde wegen Verstoßes gegen das Heimtückegesetz inhaftiert. Nach einem halben Jahr wurde Pater Otto entlassen, durfte aber nicht mehr als Lehrer arbeiten. Im August 1939 wurde das Verfahren mangels Beweisen eingestellt.

Während eines Gottesdienstes am Hermann-Josef-Dienstag am 4. April 1939 erhielten die Salvatorianer die telefonische Mitteilung, dass sie das Kloster räumen müssten, um Westwallarbeiter unterzubringen. Schließlich konnte ausgehandelt werden, dass die Patres bleiben können, aber einen Großteil der Anlage für 1000 Arbeiter zur Verfügung stellen müssen. Am 4. September 1939 rückte zusätzlich Militär ein. Ab 1940 wurde es in Steinfeld ruhiger. Westwallarbeiter und Militär waren abgezogen. Die Schule wurde zu Ostern 1940 zwangsweise geschlossen.

630 Waisenkinder

Aber es sollten neue „Gäste“ kommen. Die Kölner Waisenhäuser mussten wegen der Kriegsentwicklung evakuiert werden. Ab 10. März 1941 zogen Kinder des Waisenhauses Köln-Sülzgürtel in Steinfeld ein. Zunächst waren es 400, die Zahl stieg bis auf 630 samt Betreuerinnen und Personal.

Waisenhausdirektor war der „katholische Nationalsozialist“ Friedrich Maria Tillmann, der von 1940 bis 1941 nebenamtlich als Büroleiter der Zentrale „T4“ tätig war, eine Abkürzung für die Berliner Adresse „Tiergartenstraße 4“. Diese Einrichtung war für die Tötung von rund 100 000 behinderter Menschen verantwortlich. Tillmann wird vorgeworfen, dafür gesorgt zu haben, dass in den „Sonderstandesämtern“ der einzelnen Anstalten nach jeder Tötung falsche Papiere für die Hinterbliebenen ausgestellt wurden.

Kurz vor der Prozesseröffnung wegen Beihilfe zum Mord starb Tillmann 1964 durch Sturz aus dem achten Stock eines Verwaltungsgebäudes. Ob es Selbstmord oder Mord war, wurde nie geklärt.

In Steinfeld hat er laut Kirfel ein unauffälliges Familienleben geführt mit Frau und drei Kindern. Nach 1945 wurde ihm attestiert, dass er dort die Kreuze in vom Waisenhaus genutzten Räumen und auch den Religionsunterricht unangetastet ließ. Er soll gar jüdische Kinder versteckt haben.

Wie Kirfel ermittelte, gab es ein ungewöhnlich erscheinendes Miteinander von christlicher Lebensführung und NS-Ritualen. Im Kreuzgang befand sich bis Herbst 1944 ein großes Hitlerbild, umrahmt von Hakenkreuzfahnen und Flammenschalen. 1944, als die Westfront näher rückte, fanden Familien aus Udenbreth, Rescheid und Umgebung im Kloster Zuflucht. Von wenigstens einer Familie ist bekannt, dass dies auf Vermittlung des Judenhassers Wilhelm Fischer, Amtsbürgermeister und NSDAP-Ortsgruppenleiter von Hellenthal, geschah.

Bis Anfang März 1945 war das Kloster ein Hauptverbandsplatz für Verwundete der Ardennen-Offensive. Laut Kirfel bergen die 277 Gräber auf dem Steinfelder Soldatenfriedhof zwischen 40 und 50 Soldaten der Waffen-SS und der Waffen-SS HJ – junge Leute, die fast noch als Kinder bezeichnet werden können. Täglich wurden in dieser Zeit 100 bis 200 Verwundete im Lazarett aufgenommen. Kirfel zitiert die Kloster-Chronik: „Steinfeld gleicht einem Lager, es wimmelt von Truppen. Die Sterblichkeit in dem Lazarett ist groß, die Verwundeten so zahlreich, daß dieselben selbst in den Gängen liegen. Selbst im englischen Radio wurde auf die Mißstände hingewiesen, die im Lazarett Steinfeld herrschten.“ Bis zum 1. April 1945 zogen rund 40 Mitarbeiter des Landratsamts des Kreises Schleiden im Kloster ein, wo sie auch bis Herbst 1946 arbeiteten. Am 20. Dezember 1945 tagte im Speisesaal des Klosters der erste Nachkriegskreistag.

Kommandantur in der Abtei

Die US-Kommandantur für den Kreis Schleiden, später die britische, bezogen die heutige Benediktinerinnenabtei.

Weil die meisten Gebäude des Waisenhauses in Köln von Bomben zerstört waren, kehrten viele Waisenkinder mit ihren Betreuern zurück nach Steinfeld. Es dauerte bis 1953, bis alle Kinder in Köln untergebracht werden konnten.

1956 kauften die Salvatorianer das Kloster vom Land NRW für 350.000 DM.

Kirfels Vortrag beginnt am am Freitag, 19. Januar, um 20 Uhr im Hermann-Josef-Saal des Klosters. Er ist Teil der spirituellen Vorträge in Steinfeld. Immer wieder hat Kirfel in dieser Reihe historische Beiträge über das Kloster beigesteuert, die Aspekte vom Mittelalter bis zur Neuzeit beinhalten. Weitere Informationen bei Pastoralreferentin Alice Toporowsky, Tel. 01 71/9 56 47 23.

– Quelle: https://www.rundschau-online.de/29511648 ©2018

120 Waisenkinder des städtischen Waisenhauses aus Köln-Sülz, Sülzgürtel 47, waren 1935 zur Nikolausfeier am Flughafen Butzweilerhof eingeladen. 28 ausgeloste Kinder durften mit dem Nikolaus Köln 10 Minuten von oben sehen.

http://www.luftfahrtarchiv-koeln.de/nikolaus.htm
(Bitte zur Jahreszahl 1935 scrollen.)

hier der neugeschriebene text (mit der rechtschreibung des originals) aus dem artikel “Der Nikolaus kam mit dem Flugzeug”, der auf der seite eventuell schwer zu lesen ist:

Die Weihnachtsmärchen, in denen St. Nikolaus vom Himmel kommt, sind Wahrheit geworden, denn was so ein richtiger Weihnachtsmann ist, der weiß auch die Fortschritte unserer Technik zu schätzen und kommt mit dem Flugzeug, landet punktgerecht auf dem Rollfeld und wird dann mit vielem Staunen und Verwundern von seinen kleinen Freunden empfangen.

So geschah es auch gestern nachmittag, als sich die Kleinsten des Waisenhauses Köln auf dem Flugplatz versammelt hatten. Schon lange Zeit vorher hatte sich die Schar der kleinen Jungen und Mädchen versammelt, und in das Geheul der Flugmotoren mischte sich der stimmungsvolle Weihnachtsgesang. Aber plötzlich, eine dunkle Wolke war über den Himmel gezogen, verstummte der Gesang und ein Mann verkündete daß der Weihnachtsmann wegen schlechter Witterung den Flughafen Köln kaum anfliegen könne. Die Enttäuschung war überaus groß

Von soviel Schmerz überwältigt, versprach der Mann mit der Hiobsbotschaft, noch einmal den Nikolaus auf seiner Reise telegraphisch anzurufen, um ihn in seinem Entschluß umzustimmen.

Dreihundert Augenpaare verfolgten den einflußreichen Mann mit stummer und flehender Bitte – und siehe da, er hatte Erfolg. Die dunkle Wolke war verschwunden und heller Sonnenschein lag über dem Platz, als das große Flugzeug in prachtvoller Schleife (so ein Nikolaus hat einen sehr guten Piloten) auf dem Flugplatz niederging.

Und wieder übertönten die vielen Stimmen mit Weihnachtsliedern das Motorengeräusch. Dann verstummte alles und St. Nikolaus, der mit seinem düsteren Begleiter Hans Muff erschienen war, hatte diesmal für kurze Zeit auf dem Flugplatz etwas zu sagen. Er lobte die Braven und mahnte die Unartigen. Die letzteren aber waren noch immer so brav, daß Hans Muff nicht zu seinem Recht kam und immer wieder von dem würdigen Mann in die Schranken gewiesen wurde.

In seinem großen Flugzeug konnte der Weihnachtsmann viel unterbringen und nach und nach konnten die Kleinen herantreten und eine Weihnachtstüte in Empfang nehmen. Viele Kinder hatte der Weihnachtsmann mit einem besonderen Geschenk bedacht, mit einer kleinen Marke, die zu einem Rundflug berechtigte.

Nachdem die Kinder mit Schokolade und Kuchen bedacht worden waren, durften 28 Kinder aus der großen Schar zum ersten Mal eine kleine Luftreise antreten. Nach diesem Erlebnis wurden alle wieder in die großen Rundfahrtwagen verfrachtet, und ab ging es wieder der Heimat zu.

 

da seht ihr mal, so lernt man immer wieder noch neues über die ehemaligen bewohner des kinderheim sülz.

bis zum nächsten fundstück – oder einfach bis zum nächsten mal.

mo

 

 

 

 

 

Was wir in den Jahren seit der Entstehung von Kinderheim Köln Sülz schon so alles dort hochgeladen haben:
Philosophische Texte und Sinnsprüche, einige Lebensgeschichten und jede Menge Bilder.
Ein Dankesgedicht und auch Videos wurden schon gemacht/verlinkt.

Und jetzt kommt noch ein Gedicht dazu, von Brusselfred, dem Sülzer der nach Amerika gezogen ist.

Hier sein Werk über das KInderheim Köln Sülz.

Download (PDF, 24KB)

 

 

Der FEKS stellt sich am Tag des guten Lebens in Sülz vor und wirbt dort auch für neue Mitglieder.

Heute habe ich eine Mail von Kathy Ziegler bekommen, in welcher sie schrieb:

Unser Standort ist die Berrenrather Str. 348 vor der Waschbox,
Nummer F13, wir gehören zur Gruppe Freiraum. Beginn ist 11 Uhr, Ende 20
Uhr. Wer den Stand besuchen möchte, ist herzlich willkommen.
Wer noch beim Auf- und Abbau, sowie tagsüber helfen möchte, meldet sich
bitte bis zum 18. Mai bei mir. Schön wäre, wenn wir eine Gruppe von
Ehemaligen Heimbewohner oder auch Mitarbeitern zusammenbekommen, die ein paar Führungen auf dem Gelände anbieten könnten.

Hier das Programm für den Sülzer Tag des guten Lebens am 31.05.2015, auch zum downloaden:

Download (PDF, 983KB)

Ich hoffe, es werden einige von euch Frau Zieglers Aufruf nachkommen.

Bis dann in Sülz!

 

Klaus Grube

Klaus Grube

Johannes Schumacher, der sich freier Journalist DVPJ und Pressesprecher Heimkinderverband Deutschland HKVD bezeichnet, titelte mit der Überschrift

Heimkinderverband – Europas schlimmstes Kinderheim “Sülz” 2012 am Ende – Nazidirektor Friedrich Tillmann + – Großkreuzritter Opus-Dei-Kardinal Joachim Meisner und das Geheimarchiv – SPD Oberbürgermeister Jürgen Roters und die Rückstellungen im Haushalt

Schon der Titel lässt schnell den Schluss zu, dass dieser Journalist überhaupt nicht recherchiert hat und kommt einen Rufmord gleich.

In seinen Bericht leitet er den Satz ein: “22.500 Opfer – Finanzielle Entschädigungen von 250.000 Euro pro Fall für ehemalige Zöglinge der Stadt Köln und des Bistums Köln gefordert”. Ich frage mich, wer von uns jemals so eine Summe gefordert hat. Eine Quelle, wer diese Forderung gestellt hat, nennt der Autor nicht.

Aber es kommt noch besser: Der Autor begibt sich jetzt in die Geschichte des Heimes, von dem er behauptet, dass dieses Heim von 1917 – 2012 eine Euthanasieburg und ein Ghetto war – somit das schlimmste Heim in Europa gewesen sein soll, und somit in seinen Augen der Grund für das Ende dieses Heimes war.

Auch wusste der Autor scheinbar nur davon, dass damals Friedrich Tillmann der Direktor des Heimes war und wenn dieser bei den NS-Regim am Euthanasieprogramm mitgewirkt hat, ja dann muss es ja auch im Kinderheim so schlimm zugegangen sein. Der Autor verfestigt sein Wissen noch damit, dass er den kompletten Text über Friedrich Tillmann aus WIKIPEDIA zwecks Beweis in seinen Bericht reinkopiert. Zitat “Im Mittelpunkt der Aufarbeitung des Euthanasieheimes standen der Nazidirektor Friedrich Tillmann und die skandalösen Zustände im Heim in der Nachkriegszeit bis 2012”

Dann macht er sich auch noch über das Buch “Vom Kölner Waisenhaus zu Kids” her und behauptet, dass ein Förderverein des “Sülzer Heimes” das Buch mit verschiedenen Autoren verfasst habe.
Seine Recherche hat dann festgestellt, dass das Buchprojekt zum Scheitern verurteilt war, weil die Stadt Köln als Herausgeber Einfluss auf den Inhalt des Buches genommen haben soll und der Erzbischof Kardinal Meisner nicht bereit gewesen sein soll, die Archive des Bistums für Recherchen zu öffnen.

So ein Blödsinn. Der Herausgeber, Autor und Geldgeber dieses Buches ist die Stadt Köln (KidS) und der Förderverein wird hier nicht nur falsch mit Namen genannt, sondern in Schuhmachers Recherchen-Wahn mit hineingezogen. Der Förderverein hat zu keiner Zeit an dem Buch mitgewirkt noch war er Initiator dieses Buches. Dieses Buch war alleine das Projekt der Stadt Köln (KidS).

Bleiben wir noch ein wenig beim Förderverein.
Zitat: “Förderverein: Nur noch wenige Zeitzeugen, die vor oder während des Krieges noch heute leben, konnten befragt werden. Der Förderverein dankt allen ehemaligen Heimkinder, Ordensschwestern vom “armen Kinde Jesu und Patres vom Kloster Steinfeld” für ihr Mitwirken an dieser Chronik. Ein wichtiges Dokument, so der Förderverein, dass heute als Fotokopie erhalten geblieben ist, war die Festschrift aus dem Jahre 1967 zum 50jährigen Bestehen des Städtischen Kinderheimes vom damaligen Heimdirektor Josef Abeln”. Mit wem hat der Autor den da gesprochen?

Johannes Schumacher hat auch festgestellt, dass die Bauherren auf dem heutigen Heimgelände auf Grund ihres schlechten Gewissens Kontakt zu uns (ehemaligen Heimkinder) gesucht haben und auf Grund verschiedener Kontakte dadurch ein Förderverein (FEKS) entstanden ist.

Tatsächlich haben die Anwohner sich schon früh Gedanken zum ehemaligen Heimgelände gemacht und Kontakte zu den ehemaligen Heimkinder gewünscht, um die geschichtliche Bedeutung dieses Geländes zu bewahren. Der Autor unterlässt nicht einmal zu erwähnen, dass Informationen über unsere Heimseiten vom Förderverein veröffentlicht werden.

Lieber Herr Schumacher, selten habe ich so einen geballten Mist auf einmal gelesen. Jahrelang kämpfen Heimkinder für ihre Glaubwürdigkeit zu den Geschehnissen und jetzt kommen Sie und fingern sich eine Story zusammen, die vorne bis hinten nicht stimmt.

Besonders dreist empfinden wir, dass der Heimkinderverband, in dem Sie sich als Ehrenmitglied vorstellen, in unserem Auftrag Forderungen an die Stadt Köln stellt, obwohl meines Wissens ein solcher Forderungsauftrag unsererseits nie gestellt wurde.

Der Heimkinderverband stellt sich auf seiner Homepage als eine durch Spenden finanzierte gemeinnützige und wohltätige Organisation dar. In Wirklichkeit ist der Heimkinderverband kein eingetragener Verein, allenfalls ein Interessenverband. Welche Interessen der Verband wirklich vertritt offenbart er nicht. Zu wiedersprüchlich stellt sich die Seite im Netz dar.

Ich möchte nur jeden davor warnen sich diesen Verband anzuvertrauen.

Ihre auf der Homepage vorgestellten Mitglieder, einschließlich Sie, sollten sich schämen, sich mit dem Namen Heimkinderverband als Wohltäter vorzustellen. Wir Ehemaligen sind schon teils durch die Hölle gegangen und brauchen keine weitere Hilfe, die nur dazu dient uns auch noch den letzten Willen zu nehmen.

Quellen:
http://www.pressinfocom.com/1/Heimkinderverband—Europas-schlimmstes-_843479.html

http://www.news4press.com/Mitteilung_844682.html

http://www.heimkinderverband.de/