Am Vormittag des 21. August 2014 trafen sich, auf “Wunsch” der Stadtverwaltung, Herr Schumacher nebst Vertretern des Heimkinderverbandes mit Rolf Koch und Frau Selters im KidS zum einem Gespräch. Thema des Gepräches: Klärung darüber, was in einem bestimmen Artikel von Johannes Schumacher der Wahrheit entspricht – und was nicht.

Herr Schumacher hatte geschrieben, dass im Kinderheim Köln Sülz 22.500 Kinder und Jugendliche entweder “systematisch ermordet oder nach dem Kriege durch schwer belastete Nazi-Erzieher gequält” wurden.
Ebenso stand im Artikel zu lesen, dass das KInderheim Köln-Sülz das Schlimmste in ganz Europa gewesen sein sollte.
Und noch stand dort zu lesen, dass ein Förderverein Initiator und Autor der Chronik “Vom Kölner Waisenhaus zu Ki d S Geschichte(n) des Sülzer Kinderheims 1917-2012” sei.

Ehemalige Sülzer Kinderheimkinder, allen voran Erich, regten sich über diesen Artikel sehr auf und protestierten gegen diese Behauptungen und distanzierten sich von allen Aussagen des Hrn. Schumacher und des Heimkinderverbandes, auf Facebook und in unserem Forum

Nach ca. 45 Minuten Gespräch hinter verschlossener Tür – also ohne die an dem Morgen anwesenden Ex-Sülzer – kam Rolf Koch aus dem Raum auf uns Wartende zu und sagte uns, dass die Sache geklärt worden sei. Herr Schumacher habe versprochen die Falschaussagen richtig zu stellen.

Wir hatten dann noch ein paar Minuten um mit Herrn Schumacher einige Worte zu wechseln. Dies lief alles gut und stressfrei ab. Zum Schluss entschuldigte sich Herr Schumacher für seine Fehler und versprach uns anwesenden Ex-Sülzer in die Hand, die Texte zu korrigieren.

Das werden wir Herrn Schumacher erst einmal so glauben müssen. In der Hoffnung dass er sein Wort hält. Heute, 22.08.2014, zumindest, war der besagte Artikel weder auf der Seite von News4Press noch in Facebook zu finden.

Und mit ihrem ersten Blog grüßt euch – bis zum nächsten Mal – eure freie Journalistin mo 😉

Klaus Grube

Klaus Grube

Johannes Schumacher, der sich freier Journalist DVPJ und Pressesprecher Heimkinderverband Deutschland HKVD bezeichnet, titelte mit der Überschrift

Heimkinderverband – Europas schlimmstes Kinderheim “Sülz” 2012 am Ende – Nazidirektor Friedrich Tillmann + – Großkreuzritter Opus-Dei-Kardinal Joachim Meisner und das Geheimarchiv – SPD Oberbürgermeister Jürgen Roters und die Rückstellungen im Haushalt

Schon der Titel lässt schnell den Schluss zu, dass dieser Journalist überhaupt nicht recherchiert hat und kommt einen Rufmord gleich.

In seinen Bericht leitet er den Satz ein: “22.500 Opfer – Finanzielle Entschädigungen von 250.000 Euro pro Fall für ehemalige Zöglinge der Stadt Köln und des Bistums Köln gefordert”. Ich frage mich, wer von uns jemals so eine Summe gefordert hat. Eine Quelle, wer diese Forderung gestellt hat, nennt der Autor nicht.

Aber es kommt noch besser: Der Autor begibt sich jetzt in die Geschichte des Heimes, von dem er behauptet, dass dieses Heim von 1917 – 2012 eine Euthanasieburg und ein Ghetto war – somit das schlimmste Heim in Europa gewesen sein soll, und somit in seinen Augen der Grund für das Ende dieses Heimes war.

Auch wusste der Autor scheinbar nur davon, dass damals Friedrich Tillmann der Direktor des Heimes war und wenn dieser bei den NS-Regim am Euthanasieprogramm mitgewirkt hat, ja dann muss es ja auch im Kinderheim so schlimm zugegangen sein. Der Autor verfestigt sein Wissen noch damit, dass er den kompletten Text über Friedrich Tillmann aus WIKIPEDIA zwecks Beweis in seinen Bericht reinkopiert. Zitat “Im Mittelpunkt der Aufarbeitung des Euthanasieheimes standen der Nazidirektor Friedrich Tillmann und die skandalösen Zustände im Heim in der Nachkriegszeit bis 2012”

Dann macht er sich auch noch über das Buch “Vom Kölner Waisenhaus zu Kids” her und behauptet, dass ein Förderverein des “Sülzer Heimes” das Buch mit verschiedenen Autoren verfasst habe.
Seine Recherche hat dann festgestellt, dass das Buchprojekt zum Scheitern verurteilt war, weil die Stadt Köln als Herausgeber Einfluss auf den Inhalt des Buches genommen haben soll und der Erzbischof Kardinal Meisner nicht bereit gewesen sein soll, die Archive des Bistums für Recherchen zu öffnen.

So ein Blödsinn. Der Herausgeber, Autor und Geldgeber dieses Buches ist die Stadt Köln (KidS) und der Förderverein wird hier nicht nur falsch mit Namen genannt, sondern in Schuhmachers Recherchen-Wahn mit hineingezogen. Der Förderverein hat zu keiner Zeit an dem Buch mitgewirkt noch war er Initiator dieses Buches. Dieses Buch war alleine das Projekt der Stadt Köln (KidS).

Bleiben wir noch ein wenig beim Förderverein.
Zitat: “Förderverein: Nur noch wenige Zeitzeugen, die vor oder während des Krieges noch heute leben, konnten befragt werden. Der Förderverein dankt allen ehemaligen Heimkinder, Ordensschwestern vom “armen Kinde Jesu und Patres vom Kloster Steinfeld” für ihr Mitwirken an dieser Chronik. Ein wichtiges Dokument, so der Förderverein, dass heute als Fotokopie erhalten geblieben ist, war die Festschrift aus dem Jahre 1967 zum 50jährigen Bestehen des Städtischen Kinderheimes vom damaligen Heimdirektor Josef Abeln”. Mit wem hat der Autor den da gesprochen?

Johannes Schumacher hat auch festgestellt, dass die Bauherren auf dem heutigen Heimgelände auf Grund ihres schlechten Gewissens Kontakt zu uns (ehemaligen Heimkinder) gesucht haben und auf Grund verschiedener Kontakte dadurch ein Förderverein (FEKS) entstanden ist.

Tatsächlich haben die Anwohner sich schon früh Gedanken zum ehemaligen Heimgelände gemacht und Kontakte zu den ehemaligen Heimkinder gewünscht, um die geschichtliche Bedeutung dieses Geländes zu bewahren. Der Autor unterlässt nicht einmal zu erwähnen, dass Informationen über unsere Heimseiten vom Förderverein veröffentlicht werden.

Lieber Herr Schumacher, selten habe ich so einen geballten Mist auf einmal gelesen. Jahrelang kämpfen Heimkinder für ihre Glaubwürdigkeit zu den Geschehnissen und jetzt kommen Sie und fingern sich eine Story zusammen, die vorne bis hinten nicht stimmt.

Besonders dreist empfinden wir, dass der Heimkinderverband, in dem Sie sich als Ehrenmitglied vorstellen, in unserem Auftrag Forderungen an die Stadt Köln stellt, obwohl meines Wissens ein solcher Forderungsauftrag unsererseits nie gestellt wurde.

Der Heimkinderverband stellt sich auf seiner Homepage als eine durch Spenden finanzierte gemeinnützige und wohltätige Organisation dar. In Wirklichkeit ist der Heimkinderverband kein eingetragener Verein, allenfalls ein Interessenverband. Welche Interessen der Verband wirklich vertritt offenbart er nicht. Zu wiedersprüchlich stellt sich die Seite im Netz dar.

Ich möchte nur jeden davor warnen sich diesen Verband anzuvertrauen.

Ihre auf der Homepage vorgestellten Mitglieder, einschließlich Sie, sollten sich schämen, sich mit dem Namen Heimkinderverband als Wohltäter vorzustellen. Wir Ehemaligen sind schon teils durch die Hölle gegangen und brauchen keine weitere Hilfe, die nur dazu dient uns auch noch den letzten Willen zu nehmen.

Quellen:
http://www.pressinfocom.com/1/Heimkinderverband—Europas-schlimmstes-_843479.html

http://www.news4press.com/Mitteilung_844682.html

http://www.heimkinderverband.de/