Eine Geschichte

verschwindet 

für immer

Hallo ihr da draußen vor den Höllenmaschinen,

in meinem Fall der Rechner, in den meisten eurer Fälle wohl das Superhandy. 😉

Ihr habt nun, möglicherweise zum letzten Mal, noch mal die Gelegenheit euch in die Gestaltung des Erinnerungsortes/der Erinnerungsorte mit einzubringen.

Wie schon im Forum gepostet wurde, waren an diesem Wochenende Kunststudenten der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter und der Hochschule der Bildenden Künste in Saar auf unserem ehemaligen Heimgelände zu Gast. Sie konnten sich alle Tafeln der Ausstellung ansehen und mit 5 von uns (den Fünfen die an dem Tag anwesend waren) über ihre Heimzeit sprechen.

(leider nur ein schlechtes bild von klaus)

Leider nur ein schlechtes Bild von Klaus

Leider ein noch Schlechters von Karin

Leider ein noch Schlechters von Karin

Die Kunststudenten haben interessante Ideen bezgl. der Umsetzung des/der Erinnerungsorte/s.

Da ist z.B. Hannah Bielecki, die ihre Idee auch schon im Forum vorgestellt hat:
Sie möchte unseren Erinnerungen einen Raum in Form von Portraits geben. Ihr könnt für ihr Projekt selbst entscheiden, in welchem Alter ihr porträtiert werden möchtet. Wichtig ist allerdings, dass ihr auf dem Bild, welches ihr sendet, gut zu erkennen seid.
Und ein paar Worte zur Stimmung und Lebenslage des Bildes wären ganz sicher sehr hilfreich – aber bitte keine Romane. 🙂
Bei dieser Art von Arbeit können auch die Ehemaligen mitmachen, die nicht vor Ort leben und/oder nicht zu bestimmten Terminen anwesend sein können.

Und dann ist da z.B. Anna Thinius (die ihre Idee wohl selbst noch hier vorstellen wird, zu der ich aber – wenn ich denn schon mal dran bin – jetzt auch direkt was zum Besten gebe):
Sie nennt ihr Projekt “Emotional Baggage”. Sie schreibt: “Der Begriff “Emotional Baggage”, zu Deutsch “Emotionales Gepäck”, ist eine Metapher für starke, meist belastende Emotionen und Erinnerungen, welche wir mit uns herumtragen.” Das konkrete Werk wird sich zusammensetzen aus je einem Foto des Objektes und einem Interview.

von links nach rechts Peter H., Nikolaus V. Monika H.

Von links nach rechts Peter H., Nikolaus V. Monika H.

Auf Nachfrage eines Ehemaligen und meinerseits, ob denn auch Jemand bei dem Projekt mitmachen könnte der sich zwar genau an einen Gegenstand erinnern kann, der Gegenstand jedoch nicht mehr vorhanden ist, kam diese Antwort: “Für alle Dinge die es nur noch in der Erinnerung gibt, kann ich versuchen nach Beschreibung der Teilnehmer Phantomzeichnungen zu erstellen. Diese können anstelle der Fotos von existierenden Gegenständen ausgestellt werden.” Auch bei dieser Art von Arbeit können somit vielleicht Ehemalige mitmachen, die nicht vor Ort leben und/oder nicht zu bestimmten Terminen anwesend sein können.

Ich hoffe sehr, dass uns auch noch mehr Kunststudenten ihr Projekt hier vorstellen werden, denn es waren sicher lauter helle Köpfe vor Ort, die uns mit ungewöhnlichen umsetzbaren tollen Ideen zu unserem/n Erinnerungsort/en verhelfen wollen. Die Arbeiten werden, voraussichtlich, am 20. Juni in der Kirche ausgestellt.

Und ich hoffe auch sehr, dass sich vielleicht doch noch welche von uns Ehemaligen am Gesamtprojekt beteiligen.

Es regnet heute, also raus aus den Sitzen und rann an die Suche nach einem brauchbaren Bild oder nach einer irgendwo gelagerten/versteckten wichtigen Erinnerung. (ein dank an die liebe ute, für die beiden links)

http://www.report-k.de/Panorama/Koeln-Panorama/Ehemaliges-Kinderheim-Koeln-Suelz-Projekt-fuer-Erinnerungsort-43436

http://www.ksta.de/lindenthal/heinz-mohnen-platz-in-suelz-dem-viertel-fehlt-noch-der-mittelpunkt,15187510,30481800.html

Neben dem Turm der Kirche „Zur heiligen Familie“ am Sülzgürtel reißen Bagger letzte Überbleibsel des früheren Kinderheims ab. Der Förderverein will an die wechselvolle Geschichte des ehemaligen Kinderheims in Sülz erinnern. Von Martina Windrath

Der Kirchturm der „Heiligen Familie“ ist stehen geblieben: Kathy Ziegler und Harald Weiß möchten auf dem Gelände des ehemaligen Kinderheims in Sülz weitere Erinnerungsorte schaffen. (Foto: Meisenberg)

Der Kirchturm der „Heiligen Familie“ ist stehen geblieben: Kathy Ziegler und Harald Weiß möchten auf dem Gelände des ehemaligen Kinderheims in Sülz weitere Erinnerungsorte schaffen. (Foto: Meisenberg)

Köln. Neben dem Turm der Kirche „Zur heiligen Familie“ am Sülzgürtel reißen Bagger letzte Überbleibsel des früheren Kinderheims ab. In Richtung Beethovenpark stehen bereits Neubauten, wo früher das Heim hinter hermetisch abgeriegelten Mauern lag, entstehen Gärten und offene Wege. Nur der Kirchturm und das „Haus Elisabeth“ bleiben erhalten. Abgerissen wurde auch die Wand mit einem Text, den ein ehemaliger Bewohner aufgesprayt hatte:

„1914 – 2009. Segen und Fluch.

Meinen Dank den Aufrichtigen,

den Schützenden und den Liebenden!

Den anderen das Jüngste Gericht und die

Gnade der Gedemütigten und Zerbrochenen.

Für uns selbst Mut und Frieden.“

 

Vielleicht werden diese Zeilen in Zukunft wieder an einer Stelle auf dem Gelände an die wechselvolle Geschichte erinnern und den ehemaligen Bewohnern Respekt erweisen. Vielleicht werden Fundstücke wie ein Baby-Gitterbett oder die Stadtmusikanten-Skulptur auf einem Erinnerungspfad durchs Neubauareal zu betrachten sein. Kathy Ziegler und Harald Weiß vom „Förderverein Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz“ sind Neubewohner und stellten der Rundschau die Initiative vor. Das Projekt wurde von neuen Bewohnern des Quartiers und Ehemaligen initiiert.

„Vorstellen könnte man sich zum Beispiel eine solche Route vom Sülzgürtel bis zum Park“, meint Ziegler. „Wie es genau aussehen könnte, ist noch offen. Aber wir finden wichtig, dass hier ein Stück Stadtgeschichte sichtbar gemacht wird“, so Weiß. Dabei helfen Studierende: Mit der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter sowie der Bildenden Künste Saarland werden Konzepte entwickelt. In zwei Workshops arbeiten Gruppen im Mai vor Ort. Die Arbeiten werden am 20. Juni in der Kirche ausgestellt.

22 500 Jungen und Mädchen

„Die Geschichte des Kinderheims wird von Ehemaligen sehr unterschiedlich wahrgenommen“, weiß Ziegler, die eines der im Bauherren-Modell errichteten Objekte bewohnt. Architekt Weiß wirkte selbst am Bau mit. Einige Ehemalige haben mit dem Areal gebrochen und sehr schlechte Erinnerungen, andere gute Erfahrungen gemacht. Die Errichtung des Kinderheims war 1912 vom Kölner Rat beschlossen worden, insgesamt haben 22 500 Jungen und Mädchen von 1917 bis 2012 in der Sülzer Einrichtung gelebt. Zu Beginn betreuten Schwestern vom Armen Kinde Jesu die Kinder, „Drill und übertriebener Gehorsam waren die pädagogischen Konzepte“, heißt es in der Projektbroschüre.

1972 leitete der damalige Direktor Rolando da Costa Gomez einen Wandel ein, ein Züchtigungsverbot und kindgerechte Konzepte mit Familienanbindung folgten, 1973 verließen die letzten Nonnen das Kinderheim. Der Aufbau der dezentralen Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtungen „Kids“ beendete endgültig die Heim-Ära. 2006 beschloss der Rat, das Gelände an Baugruppen und Bauträger zu verkaufen. Nun werden dort über 300 Wohnungen entstehen, mit dem Kirchturm von Architekt Gottfried Böhm als erstem Erinnerungsort.

Wer das Vorhaben unterstützen möchte, kann sich an Architekt Harald Weiß, Telefon 0221 –  421 584, Mail

Kölnische Rundschau vom 25.04.2015

Kölnische Rundschau vom 23.04.2015 –

Der Landschaftsverband Rheinland (LVR) stellt wegen des hohen Bedarfs weitere 750 000 Euro für den Fonds “Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949 bis 1975” zur Verfügung. Das hat der Landschaftsausschuss Rheinland gestern einstimmig beschlossen. Mit dem Geld werden Menschen, die noch heute unter den Folgen der Heimerziehung in den Jahren 1949 bis 19754 leiden unterstützt.

Zusätzlich sprach sich der Landschaftsausschuss dafür aus, einen Hilfsfonds für Kinder und Jugendliche zu errichten, die in den 1950er bis 1970er Jahren in psychiatrische Kliniken oder Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen untergebracht waren. Diese wurden beim bestehenden Fonds  für ehemalige Heimkinder nicht berücksichtigt.

Weitere Informationen erhalten Interessierte im Internet unter www.ehemaligeheimkinder.lvr.de (kmü)

 

KSTA vom 20.10.2014

Peter Bringmann-Henselder wurde von einem Priester in einem Kölner Kinderheim jahrelang missbraucht. Heute setzt er sich für Aufklärung und Wiedergutmachung ein. Für einen Dokumentarfilm über das Heim verwertet er bislang unveröffentlichte Akten.  Von Uli Kreikebaum   

  Köln. Am klarsten sind Peter Bringmann-Henselders Erinnerungen im Schlaf. Bedrängt von einem Pfarrer, irrt er durch Gänge des Sülzer Kinderheim. Er will weglaufen, schafft es aber nicht. Wenn alles schwarz wird, wacht er schreiend auf.

Als Kind hatte er einen Sprachfehler. Nachdem der Priester ihn das erste Mal vergewaltigt hatte, sei er zu einer Schwester gelaufen und habe ihr stotternd erzählt, was der Geistliche getan habe. „Die Schwester hat mich mit einem Besen verprügelt und der Lüge bezichtigt. Und am Samstag gehst du dem Pfarrer deine Lüge beichten, hat sie zum Schluss gesagt.“

Anfangs habe der Geistliche ihn „nur“ alle paar Monate missbraucht, „als ich älter wurde, fast wöchentlich“. Später wurde er auch vergewaltigt. Es trat ein, was der Priester ihm von Beginn an eingebläut hatte: „Dir wird sowieso niemand glauben.“ Der Geistliche machte in der Kirche Karriere. Vor einigen Jahren ist er gestorben.

„Antrag auf Anerkennung des Leids“

Als junger Erwachsener habe er sich an das Bistum gewandt, und um Aufklärung und Entschuldigung gebeten, sagt Bringmann-Henselder: „Dort sagte man mir, das müsse der Priester mit seinem eigenen Gewissen und mit dem lieben Gott ausmachen.“ Heute sagt Bistumssprecher Christoph Heckeley, Peter Bringmann-Henselder könne einen „Antrag auf Anerkennung seines Leids“ stellen. Der Kardinal werde sich auf Wunsch mit ihm treffen. „Kardinal Meisner hat sich mit allen unmittelbar betroffenen Missbrauchsopfern getroffen, ohne je öffentlich darüber zu sprechen.“ Seit Anfang 2012 können ehemalige Heimkinder, die missbraucht worden sind, Geld aus einem Fonds beantragen, an dem sich Bund, Länder und Kirchen zu je einem Drittel beteiligen. Katholische und evangelische Kirche hatten Anfang des Jahres darauf gedrängt, die Opfer schneller zu entschädigen.

Wie so viele Heimkinder hatte Bringmann-Henselder damals nichts gegen seinen Peiniger in der Hand. Heute gibt es einige Zeitzeugen, die den Kölner Pfarrer und einige der Nonnen des Ordens „Schwestern vom armen Kinde Jesus“ schwer beschuldigen.

Peter Bringmann-Henselder sagt, er habe bis heute „keine normale Sexualität“. Man sieht dem Mann die Traumata nicht unbedingt an. Als Junge hat er sich mit Fäusten gegen die Vergewaltigungen gewehrt. Als Erwachsener bestärkt er die Opfer, ihr Schweigen zu brechen. Und wehrt sich mit hartnäckigen Recherchen. Er zeigt bislang unveröffentlichte Akten, die er für einen Dokumentarfilm über das Sülzer Kinderheim verwertet. „Sie sollen helfen zu zeigen, dass die Kirche mehr weiß, als sie sagt.“

Mit den Schicksalen von Heimkindern beschäftigt sich der Sohn einer Mutter, die ihren Lebensunterhalt als Prostituierte verdiente, seit 1979. Er hat sich für HIV-Prävention starkgemacht und gegen sexuellen Missbrauch in Familien. Vor zwei Jahren erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Er ist – für Menschen, die etwas zu verbergen haben – ein unbequemer Mensch. Man hört ihm zu.

Prügel und Geschenke

Bringmann-Henselders erste Erinnerung an das Sülzer Kinderheim ist ein Besuch im Beethovenpark. Die Schwester zeigt den Kindern ein Vogelnest, Peter fragt: „Legen Menschen auch Eier?“ Dafür eine krachende Ohrfeige. Die zweite Erinnerung: eine Nonne, die ihn prügelt. Es gibt auch schöne Erfahrungen: Er habe Geige und Klavier spielen gelernt im Sülzer Kinderheim und musiziere bis heute. „Zum sechsten Geburtstag haben die Schwestern mir einen Fotoapparat geschenkt. Es war sicher nicht alles schlecht.“

Er zeigt seine Akte: Peter ist ein normal entwickeltes Kind mit gutem Gesundheitszustand, das etwas stottert, steht da. Das war zu einem Zeitpunkt, als er schon vergewaltigt wurde. Bringmann-Henselder wollte Kameramann werden. Er wurde mit der Begründung abgelehnt, dass er immer feuchte Hände habe. Er wurde Elektroinstallateur. Mit 35 musste er in Rente gehen, weil die Vergangenheit hoch kam. Seine Frau, eine Katholikin, die im Kinderheim arbeitete, wollte von seinen traumatischen Erlebnissen nichts wissen. Wenn er mit ihr intim war, tauchten Bilder des diabolischen Pfarrers auf. Als die Ehe scheiterte, brach er zusammen. Therapien brachten nur kurzfristig Linderung.

Also warf er sich in die Recherche. Im Moment arbeitet er an der Gründung einer Stiftung, die Opfern sexueller Gewalt und Ausbeutung helfen soll. Die Verhältnisse für Heimkinder hätten sich enorm verbessert, aber es sei nicht alles gut, sagt Peter Bringmann-Henselder. Die Stadt Köln habe sich entschuldigt und viel zur Aufklärung beigetragen. „Das Bistum hat lediglich ein paar Messen für die Opfer zelebriert. Das ist wie ein weiterer Schlag in den Unterleib der missbrauchten Menschen.“

Kein Reuebekenntnis

150 ehemalige Heimkinder meldeten sich bei Rolf Koch von den Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtungen der Stadt (KidS), als es darum ging, eine Chronik über das ehemalige Waisenhaus zu verfassen. 120 von ihnen berichteten von Misshandlungen. Nach einem Artikel im „Kölner Stadt-Anzeiger“ Ende Juli hätten sich wieder zahlreiche Opfer bei ihm gemeldet. Die Stadt als Betreiber des Kinderheims hat sich für das Unrecht offiziell entschuldigt.

Ein Reuebekenntnis gibt es von der katholischen Kirche bislang nicht. Bistumspressesprecher Christoph Heckeley verweist darauf, dass sich jedes Opfer melden könne: „Angesichts der schweren Verbrechen ist das selbstverständlich.“ Joachim Kardinal Meisner habe sich mit allen Menschen, die unmittelbar Missbrauchsopfer geworden seien, getroffen. Wie viele Opfer das waren und was ihnen passierte, sagt Heckeley nicht. Das gehöre zum Opferschutz.

Die Aachener Regionaloberin Maria Virginia von den „Schwestern vom armen Kinde Jesus“ sagt, ihr Orden spreche „mit jedem, der sich meldet“. Über eine Entschuldigung habe sie „noch nicht nachgedacht. Was passiert ist, ist passiert.“ (uk)

          http://www.ksta.de/koeln/opfer-berichtet-missbraucht-im-koelner-kinderheim,15187530,28787624.html       

Wie es aussieht, haben wir (habe ich) Herrn Schumacher die Blume des Vertrauens wohl zu voreilig überreicht. Oder um es mit seinen Worten zu sagen: Versprochen und gebrochen!

Kaum verschwand ein Artikel mit Lügen über das Kinderheim Köln-Sülz aus dem Internet, tauchte ein Neuer auf:
Auch hier sind wieder Aussagen zu lesen wie “22.500 Opfer hat das Kinderheim zu beklagen.” und “Das “KidS” steht in der Nachfolge des schlimmsten und größten Kinderheimes in Europa.”.

Müssen wir uns jetzt gründlich die Hände waschen, in welche er uns drei Ex-Sülzern am 21.08.2014 versprochen hatte, alle Texte unter Einbezug von ehemaligen richtigzustellen?
Er schrieb mir (O-Ton):

Es wird einen völlig neuen Artikel geben in dem Erich Scheuch und andere Ehemalige in Sülz zu Wort kommen sollen. Auch rege ich ein Treffen in Köln mit den Ehemaligen an.

Obendrauf hat dieser Herr auch noch eine komplette Mail von mir an ihn in Facebook veröffentlicht. Natürlich ohne mein Einverständnis.
Er wollte gerne im Forum mitmischen, doch ich verwies ihn mit diesen Zeilen

Guten Tag Herr Schumacher, das Forum ist nur für ehemalige Heimkinder aus Sülz und für Menschen die dort gearbeitet haben. Sie können sich aber gerne auf der Hauptseite von Kinderheim Köln-Sülz anmelden und dort dann auch Beiträge kommentieren, somit also auch zu Texten Stellung nehmen, die Sie oder den Heimkinderverband angehen. Hier der Link zur Hauptseite: http://www.kinderheim-koeln-suelz.de/
Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihr Angebot, den Artikel unter Einbezug von Ex-Sülzern neu zu schreiben. Mit freundlichem Gruß Monika Huth

auf die neue “öffentliche” Hauptseite von Kinderheim Köln-Sülz. Das passte ihm scheinbar nicht.

Er hat also nicht nur keine Ahnung von korrekter Recherche, sondern hat wohl auch noch keine Urteile über das Veröffentlichen von Emails gelesen!

Na, das lässt ja Vorfreude aufkommen! Warten wir mal ab, was da sonst noch so von Herrn Schumacher und dem Heimkinderverband kommt.

Es grüßt euch eure “freie Journalistin” mo 🙂

 

 

 

Am Vormittag des 21. August 2014 trafen sich, auf “Wunsch” der Stadtverwaltung, Herr Schumacher nebst Vertretern des Heimkinderverbandes mit Rolf Koch und Frau Selters im KidS zum einem Gespräch. Thema des Gepräches: Klärung darüber, was in einem bestimmen Artikel von Johannes Schumacher der Wahrheit entspricht – und was nicht.

Herr Schumacher hatte geschrieben, dass im Kinderheim Köln Sülz 22.500 Kinder und Jugendliche entweder “systematisch ermordet oder nach dem Kriege durch schwer belastete Nazi-Erzieher gequält” wurden.
Ebenso stand im Artikel zu lesen, dass das KInderheim Köln-Sülz das Schlimmste in ganz Europa gewesen sein sollte.
Und noch stand dort zu lesen, dass ein Förderverein Initiator und Autor der Chronik “Vom Kölner Waisenhaus zu Ki d S Geschichte(n) des Sülzer Kinderheims 1917-2012” sei.

Ehemalige Sülzer Kinderheimkinder, allen voran Erich, regten sich über diesen Artikel sehr auf und protestierten gegen diese Behauptungen und distanzierten sich von allen Aussagen des Hrn. Schumacher und des Heimkinderverbandes, auf Facebook und in unserem Forum

Nach ca. 45 Minuten Gespräch hinter verschlossener Tür – also ohne die an dem Morgen anwesenden Ex-Sülzer – kam Rolf Koch aus dem Raum auf uns Wartende zu und sagte uns, dass die Sache geklärt worden sei. Herr Schumacher habe versprochen die Falschaussagen richtig zu stellen.

Wir hatten dann noch ein paar Minuten um mit Herrn Schumacher einige Worte zu wechseln. Dies lief alles gut und stressfrei ab. Zum Schluss entschuldigte sich Herr Schumacher für seine Fehler und versprach uns anwesenden Ex-Sülzer in die Hand, die Texte zu korrigieren.

Das werden wir Herrn Schumacher erst einmal so glauben müssen. In der Hoffnung dass er sein Wort hält. Heute, 22.08.2014, zumindest, war der besagte Artikel weder auf der Seite von News4Press noch in Facebook zu finden.

Und mit ihrem ersten Blog grüßt euch – bis zum nächsten Mal – eure freie Journalistin mo 😉

Klaus Grube

Klaus Grube

Johannes Schumacher, der sich freier Journalist DVPJ und Pressesprecher Heimkinderverband Deutschland HKVD bezeichnet, titelte mit der Überschrift

Heimkinderverband – Europas schlimmstes Kinderheim “Sülz” 2012 am Ende – Nazidirektor Friedrich Tillmann + – Großkreuzritter Opus-Dei-Kardinal Joachim Meisner und das Geheimarchiv – SPD Oberbürgermeister Jürgen Roters und die Rückstellungen im Haushalt

Schon der Titel lässt schnell den Schluss zu, dass dieser Journalist überhaupt nicht recherchiert hat und kommt einen Rufmord gleich.

In seinen Bericht leitet er den Satz ein: “22.500 Opfer – Finanzielle Entschädigungen von 250.000 Euro pro Fall für ehemalige Zöglinge der Stadt Köln und des Bistums Köln gefordert”. Ich frage mich, wer von uns jemals so eine Summe gefordert hat. Eine Quelle, wer diese Forderung gestellt hat, nennt der Autor nicht.

Aber es kommt noch besser: Der Autor begibt sich jetzt in die Geschichte des Heimes, von dem er behauptet, dass dieses Heim von 1917 – 2012 eine Euthanasieburg und ein Ghetto war – somit das schlimmste Heim in Europa gewesen sein soll, und somit in seinen Augen der Grund für das Ende dieses Heimes war.

Auch wusste der Autor scheinbar nur davon, dass damals Friedrich Tillmann der Direktor des Heimes war und wenn dieser bei den NS-Regim am Euthanasieprogramm mitgewirkt hat, ja dann muss es ja auch im Kinderheim so schlimm zugegangen sein. Der Autor verfestigt sein Wissen noch damit, dass er den kompletten Text über Friedrich Tillmann aus WIKIPEDIA zwecks Beweis in seinen Bericht reinkopiert. Zitat “Im Mittelpunkt der Aufarbeitung des Euthanasieheimes standen der Nazidirektor Friedrich Tillmann und die skandalösen Zustände im Heim in der Nachkriegszeit bis 2012”

Dann macht er sich auch noch über das Buch “Vom Kölner Waisenhaus zu Kids” her und behauptet, dass ein Förderverein des “Sülzer Heimes” das Buch mit verschiedenen Autoren verfasst habe.
Seine Recherche hat dann festgestellt, dass das Buchprojekt zum Scheitern verurteilt war, weil die Stadt Köln als Herausgeber Einfluss auf den Inhalt des Buches genommen haben soll und der Erzbischof Kardinal Meisner nicht bereit gewesen sein soll, die Archive des Bistums für Recherchen zu öffnen.

So ein Blödsinn. Der Herausgeber, Autor und Geldgeber dieses Buches ist die Stadt Köln (KidS) und der Förderverein wird hier nicht nur falsch mit Namen genannt, sondern in Schuhmachers Recherchen-Wahn mit hineingezogen. Der Förderverein hat zu keiner Zeit an dem Buch mitgewirkt noch war er Initiator dieses Buches. Dieses Buch war alleine das Projekt der Stadt Köln (KidS).

Bleiben wir noch ein wenig beim Förderverein.
Zitat: “Förderverein: Nur noch wenige Zeitzeugen, die vor oder während des Krieges noch heute leben, konnten befragt werden. Der Förderverein dankt allen ehemaligen Heimkinder, Ordensschwestern vom “armen Kinde Jesu und Patres vom Kloster Steinfeld” für ihr Mitwirken an dieser Chronik. Ein wichtiges Dokument, so der Förderverein, dass heute als Fotokopie erhalten geblieben ist, war die Festschrift aus dem Jahre 1967 zum 50jährigen Bestehen des Städtischen Kinderheimes vom damaligen Heimdirektor Josef Abeln”. Mit wem hat der Autor den da gesprochen?

Johannes Schumacher hat auch festgestellt, dass die Bauherren auf dem heutigen Heimgelände auf Grund ihres schlechten Gewissens Kontakt zu uns (ehemaligen Heimkinder) gesucht haben und auf Grund verschiedener Kontakte dadurch ein Förderverein (FEKS) entstanden ist.

Tatsächlich haben die Anwohner sich schon früh Gedanken zum ehemaligen Heimgelände gemacht und Kontakte zu den ehemaligen Heimkinder gewünscht, um die geschichtliche Bedeutung dieses Geländes zu bewahren. Der Autor unterlässt nicht einmal zu erwähnen, dass Informationen über unsere Heimseiten vom Förderverein veröffentlicht werden.

Lieber Herr Schumacher, selten habe ich so einen geballten Mist auf einmal gelesen. Jahrelang kämpfen Heimkinder für ihre Glaubwürdigkeit zu den Geschehnissen und jetzt kommen Sie und fingern sich eine Story zusammen, die vorne bis hinten nicht stimmt.

Besonders dreist empfinden wir, dass der Heimkinderverband, in dem Sie sich als Ehrenmitglied vorstellen, in unserem Auftrag Forderungen an die Stadt Köln stellt, obwohl meines Wissens ein solcher Forderungsauftrag unsererseits nie gestellt wurde.

Der Heimkinderverband stellt sich auf seiner Homepage als eine durch Spenden finanzierte gemeinnützige und wohltätige Organisation dar. In Wirklichkeit ist der Heimkinderverband kein eingetragener Verein, allenfalls ein Interessenverband. Welche Interessen der Verband wirklich vertritt offenbart er nicht. Zu wiedersprüchlich stellt sich die Seite im Netz dar.

Ich möchte nur jeden davor warnen sich diesen Verband anzuvertrauen.

Ihre auf der Homepage vorgestellten Mitglieder, einschließlich Sie, sollten sich schämen, sich mit dem Namen Heimkinderverband als Wohltäter vorzustellen. Wir Ehemaligen sind schon teils durch die Hölle gegangen und brauchen keine weitere Hilfe, die nur dazu dient uns auch noch den letzten Willen zu nehmen.

Quellen:
http://www.pressinfocom.com/1/Heimkinderverband—Europas-schlimmstes-_843479.html

http://www.news4press.com/Mitteilung_844682.html

http://www.heimkinderverband.de/