Klaus Grube, 31.10.1960 – 09.08.2020


Liebe Ehemalige,

liebe Freundinnen und Freunde der „Erinnerungsorte“,

er war einer von uns ehemaligen Kinderheimbewohnern. Wir haben gemeinsam mit ihm für unsere gute Sache gekämpft. Er war einer der ersten Aktivisten für die „Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz“: Am Sonntagabend ist Klaus Grube, Gründungsmitglied des Fördervereins FEKS e.V. und Gründer der Kinderheimseite für ehemalige Heimbewohner, nach langer Krebserkrankung gestorben.

Klaus lebte von seiner Geburt an bis zu seinem 21. Lebensjahr im alten Kinderheim Köln-Sülz. Er lebte in einer Heimgruppe unter der Gewalt einer sehr boshaften Frau. In der Fastenzeit von Aschermittwoch bis Ostersonntag durften die Kinder dieser Gruppe nicht lachen. Sie gingen stumm mit bewegungslosen Gesichtern durch das Haus. Eins dieser stummen Kinder war Klaus.

Alle, die ihm in der Arbeit für die „Erinnerungsorte“ begegnet sind, haben Klaus als engagierten Menschen erlebt. Er hat sich dieses aktive Leben erkämpft!

Als das alte Sülzer Kinderheim abgerissen wurde, gründete Klaus Grube ein Internetforum und bot ehemaligen Heimbewohnern die Möglichkeit für eine offene und kostenfreie Kommunikation. Ebenso gab seine Kinderheimseite den neuen Sülzer Bürgern in der Gründungsphase des FEKS e.V. die Möglichkeit, Kontakte zu ehemaligen Heimbewohnern zu knüpfen. Ende 2019 hat er diese Seite an das KinderRechteForum (KRF) in Köln abgegeben.

Klaus hat sich gemeinsam mit seiner Frau Justine ein gutes Leben aufgebaut. Bei unserem letzten Treffen sagte er mir, dass viele andere Ehemalige es leider nicht geschafft haben, die Verletzungen ihrer Kindheit zu überwinden. Heute gibt es die Kinderrechte, die auch in der modernen Kinder- und Jugendpädagogischen Einrichtung der Stadt Köln (KidS) gelebt werden.

Trotz seiner Einschränkungen durch den Krebs kämpfte Klaus bis zum Schluss dafür, dass das alte Heimgelände den Kindern gewidmet wird. Bei einem unserer letzten Treffen fragte er mich, ob er noch was dafür tun müsse, dass das Gelände „Platz der Kinderrechte“ genannt wird. Ich habe ihm gesagt, dass ich fest daran glaube, dass unser Wunsch Wirklichkeit wird.

In Köln setzt sich das KinderRechteForum für die Beachtung der Kinderrechte ein. Justine Grube würde sich freuen, wenn das Andenken an ihren verstorbenen Ehemann Klaus mit einer Spende an das KRF gewürdigt wird. Spenden unter dem Stichwort „Klaus Grube“ können an folgendes Konto überwiesen werden:

KRF KinderRechteForum gUG
Bank für Sozialwirtschaft AG
IBAN: DE71 3702 0500 0031 1201 40
BIC: BFSWDE33XXX

Im Gedenken an Klaus Grube

Peter Halberkann und Monika Huth

für alle „Ehemaligen“

One Reply to “Klaus Grube, 31.10.1960 – 09.08.2020”

  1. Guten Tag, mein Name ist Frau Steinfeld und wohne jetzt in dem Altenpflegeheim, das damals das Kinderheim war. Ist schon merkwürdig, dass ich da wohne, denn meine Schwester war auch nach dem zweiten Weltkrieg in der Einrichtung und hat mir etliche Sachen erzählt. Ich denke mal, dass alles seinen Sinn hat LG

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