Die Stadt Köln will unsere “Findlinge” haben!

Die Ratsausschüsse für Jugendhilfe, sowie Kunst und Kultur haben die Finanzierung der “Sülzer Findlinge” in ihren letzten Sitzungen jeweils einstimmig beschlossen!

 

Hier der Original-Beschlusstext aus dem Ausschuss Kunst und Kultur (identischer Text war Grundlage des Beschlusses im Jugendhilfeausschuss):

3.1 Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion, CDU-Fraktion, Fraktion Bünd-nis90/Die Grünen, Fraktion Die Linke und der FDP-Fraktion betreffend”Gedenksteine für das ehemalige Kinderheim in Köln-Sülz”AN/0926/2017.

Beschluss:

  1. Der Ausschuss Kunst und Kultur(Jugendhilfeausschuss) würdigt das Engagement des Förderkreises Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz e.V. für die Sicherung einer dauerhaften und nachhaltigen Erinnerung an das große städtische Kinderheim in Sülz, insbesondere auch verbunden mit Erinnerungen an die zahlreichen positiven wie auch negativen pädagogischen Umgangsweisen im Heim und die prägende städtebauliche Entwicklungskraft dieser großen, aber auch weitgehend geschlossenen Einrichtung für den Stadtbereich Sülz-Klettenberg.
  2. Der Ausschuss Kunst und Kultur sieht in dem Bestreben, diese Erinnerung durch “Findlinge” und Inschriften zu bewahren, einen außerordentlich guten Ansatz des Fördervereins, und begrüßt die bereits durch die Bezirksvertretung Lindenthal (8.000 Euro), den Landschaftsverband Rheinland (40.000 Euro), die Sparkasse Köln (5.000 Euro) sowie durch private Spenden (derzeit rd. 4.000 Euro) zur Verfügung stehenden Mittel.
  3. Der Ausschuss Kunst und Kultur beauftragt die Verwaltung, den noch verbleibenden Fehlbetrag zur Realisierung der Gedenksteine durch geeignete Umschichtung der Stadt Köln (TP 601) oder hilfsweise aus einem anderen Teilplan des Produktbereichs 06 des Haushaltsplans 2016/2017 bereitzustellen.

Abstimmungsergebnis:

Einstimmig zugestimmt.

 

Der Vorstand schrieb mir:
Es ist jetzt nur noch eine Frage von Verwaltungsabläufen (z.B. Baugenehmigung) und Umsetzung (Beschaffung und Gestaltung der Findlinge), wann die “Sülzer Findlinge” ins Quartier einziehen. Wir sind optimistisch, dass die “Sülzer Findlinge” noch dieses Jahr kommen.
Der “Fluch-und-Segen”-Spruch wird in Abhängigkeit von der Gestaltung des Außenbereiches der Kirche in 2018 realisiert; ebenso der Info-Teil.

Am 06.05.2017 haben sich 19 Menschen (Ehemalige + Rolf Koch, FEKS-Mitglieder, Anwohner und später noch Kay von Keitz) unter der Moderation/Leitung von Anja Ohliger und Ulrich Beckefeld auf unserem ehemaligen Heimglände vor der Kirche zusammengefunden, um prägende Leitworte zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu finden, welche in die Findlinge eingraviert werden sollen.

Ich schätze mal wir haben die Aufgabe ganz gut bewältig und können sagen, wenn dann die Findlinge mit Inschrift im Quartier stehen: “Wir haben das uns Mögliche getan, um unser Vermächtnis (im Namen aller Ehemaligen) zu hinterlassen!”

Hier könnt ihr sehen wie es aussah:

Download (PDF, 28.71MB)

Samstag den 06.05.2017, findet von 14:00 bis 17:00 Uhr auf dem Heinz-Mohnen-Platz (dem Platz vor der Kirche) ein Workshop statt. (Bei schlechtem Wetter im Gemeinschaftsraum von Anwohnern.)
Die Ergebnisse des Workshops sollen später als Grundlage für die Entwicklung der Inschriften des Erinnerungsortes “Sülzer Findlinge” dienen.

Die Details könnt ihr/können Sie hier nachlesen:

Download (PDF, 69KB)

Wir, der FEKS, die Organisatoren des Workshops (osa) und ich, hoffen auf rege Beteiligung aus den Reihen der Ehemaligen.
Auch ehemalige Erzieher/innen sind willkommen. Und die Sülzer Nachbarschaft ist auch eingeladen.
Die, die nicht persönlich dabei sein können, haben die Möglichkeit mir per Mail ihre Ideen zu senden, die ich dann zum Workshop mitnehme.

Anmeldeschluss: 30.04.2017 (an die im PDF angegebene Mailadresse).

Und hier gibt es auch Details zu sehen: Zu den Findlingen selber, wo sie herkommen, wie sie aussehen könnten und wo sie plaziert werden. Und auch noch eine Info zum Segen-und-Fluch-Spruch, der voraussichtlich mit zum Gesamtobjekt “Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz” gehören wird.

Download (PDF, 8.15MB)

 

Hallo ihr Ehemaligen da draußen, vor welchem Gerät auch immer,
Mitglieder FEKS, Freunde und Förderer,

es folgt eine Bröschüre, hier im PDF-Format, über die Wettbewerbsergebnisse für den Erinnerungsort Kinderheim Köln-Sülz.

Die Gewinner lauten Anja Ohliger und Ulrich Beckefeld (osa – office for subversive architecture) mit ihrem Projekt „Sülzer Findlinge“.

Die Gewinnerprojekt-PDF ist die kleinere Erste, mit 7 MB.
Und es gibt noch eine weitere PDF mit den Projekten aller anderen Wettbewerbsteilnehmer.
Das ist dann die zweite, mit 21 MB.
(Ich musste die Original-PDF, in der alle zusammen gezeigt wurden, auf zwei PDF’s aufteilen.)

Sehenswert und Gewinnerwert sind sie alle! Ich hoffe, euch werden die “Findlinge” auch zusagen.

Gruß,

mo

Download (PDF, 7MB)

Download (PDF, 21.83MB)

 

 

120 Waisenkinder des städtischen Waisenhauses aus Köln-Sülz, Sülzgürtel 47, waren 1935 zur Nikolausfeier am Flughafen Butzweilerhof eingeladen. 28 ausgeloste Kinder durften mit dem Nikolaus Köln 10 Minuten von oben sehen.

http://www.luftfahrtarchiv-koeln.de/nikolaus.htm
(Bitte zur Jahreszahl 1935 scrollen.)

hier der neugeschriebene text (mit der rechtschreibung des originals) aus dem artikel “Der Nikolaus kam mit dem Flugzeug”, der auf der seite eventuell schwer zu lesen ist:

Die Weihnachtsmärchen, in denen St. Nikolaus vom Himmel kommt, sind Wahrheit geworden, denn was so ein richtiger Weihnachtsmann ist, der weiß auch die Fortschritte unserer Technik zu schätzen und kommt mit dem Flugzeug, landet punktgerecht auf dem Rollfeld und wird dann mit vielem Staunen und Verwundern von seinen kleinen Freunden empfangen.

So geschah es auch gestern nachmittag, als sich die Kleinsten des Waisenhauses Köln auf dem Flugplatz versammelt hatten. Schon lange Zeit vorher hatte sich die Schar der kleinen Jungen und Mädchen versammelt, und in das Geheul der Flugmotoren mischte sich der stimmungsvolle Weihnachtsgesang. Aber plötzlich, eine dunkle Wolke war über den Himmel gezogen, verstummte der Gesang und ein Mann verkündete daß der Weihnachtsmann wegen schlechter Witterung den Flughafen Köln kaum anfliegen könne. Die Enttäuschung war überaus groß

Von soviel Schmerz überwältigt, versprach der Mann mit der Hiobsbotschaft, noch einmal den Nikolaus auf seiner Reise telegraphisch anzurufen, um ihn in seinem Entschluß umzustimmen.

Dreihundert Augenpaare verfolgten den einflußreichen Mann mit stummer und flehender Bitte – und siehe da, er hatte Erfolg. Die dunkle Wolke war verschwunden und heller Sonnenschein lag über dem Platz, als das große Flugzeug in prachtvoller Schleife (so ein Nikolaus hat einen sehr guten Piloten) auf dem Flugplatz niederging.

Und wieder übertönten die vielen Stimmen mit Weihnachtsliedern das Motorengeräusch. Dann verstummte alles und St. Nikolaus, der mit seinem düsteren Begleiter Hans Muff erschienen war, hatte diesmal für kurze Zeit auf dem Flugplatz etwas zu sagen. Er lobte die Braven und mahnte die Unartigen. Die letzteren aber waren noch immer so brav, daß Hans Muff nicht zu seinem Recht kam und immer wieder von dem würdigen Mann in die Schranken gewiesen wurde.

In seinem großen Flugzeug konnte der Weihnachtsmann viel unterbringen und nach und nach konnten die Kleinen herantreten und eine Weihnachtstüte in Empfang nehmen. Viele Kinder hatte der Weihnachtsmann mit einem besonderen Geschenk bedacht, mit einer kleinen Marke, die zu einem Rundflug berechtigte.

Nachdem die Kinder mit Schokolade und Kuchen bedacht worden waren, durften 28 Kinder aus der großen Schar zum ersten Mal eine kleine Luftreise antreten. Nach diesem Erlebnis wurden alle wieder in die großen Rundfahrtwagen verfrachtet, und ab ging es wieder der Heimat zu.

 

da seht ihr mal, so lernt man immer wieder noch neues über die ehemaligen bewohner des kinderheim sülz.

bis zum nächsten fundstück – oder einfach bis zum nächsten mal.

mo

 

 

 

 

 

… der kann sich den deutschen Film “Romeos”  ansehen (2011).

In diesem Film – in welchem es um die Umwandlung einer Transexuellen (Frau zu Mann) mittels Hormontheraphie und Chirurgie geht – der an vielen Orten in Köln spielt, stellt die obere Etage des Hermann Josef Hauses ein Wohnheim für Zivis und Schwestern dar. Der große Balkon trennt genau dort die beiden Lager, wo früher auch die Gruppen getrennt waren. Eine der darunterliegenden Gruppen stellt ein Wohnheim für behinderte?/alte? Menschen dar.

Der Film ist, meiner Meinung nach, recht interessant. Er wurde von allen Filmkritikportalen hoch bewertet und hat sogar von der Deutschen Film- und Medienbewertung das Prädikat wertvoll erhalten. Aber natürlich fand ich die Ein- und Aussichten der Zimmer, der Balkone und die Auffahrt der Küche an der Münstereifeler Straße am Interessantesten.

Wer dazu noch was wissen möchte, bezogen auf “wo hast du ihn geguckt?”, der schreibt mich mal an. (Wer meine Mailadresse nicht hat, der geht über das Briefumschlag-Symbol meines verleichbaren Eintrages auf Kinderheim Köln Sülz.)

Viel Spaß,
mo

PS: Ich danke meinen Bruder Karl-Heinz – oder wie er sagt “Kalle” – , der mich heute Abend mit der Nase auf diesen Film gestoßen hat.

Was wir in den Jahren seit der Entstehung von Kinderheim Köln Sülz schon so alles dort hochgeladen haben:
Philosophische Texte und Sinnsprüche, einige Lebensgeschichten und jede Menge Bilder.
Ein Dankesgedicht und auch Videos wurden schon gemacht/verlinkt.

Und jetzt kommt noch ein Gedicht dazu, von Brusselfred, dem Sülzer der nach Amerika gezogen ist.

Hier sein Werk über das KInderheim Köln Sülz.

Download (PDF, 24KB)