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Unser Ziel

“Erinnerungsorte” zum 100jährigen Jubiläum des Kinderheims Köln-Sülz im Mai 2017

 

Vor fast hundert Jahren eröffnete die Stadt Köln mitten in den Wirren des Ersten Weltkrieges eines der damals modernsten und größten Waisenhäuser Europas: Am 8. Mai 1917 bezogen Kinder und Betreuer das Waisenhaus in Köln-Sülz am Sülzgürtel 47.
Das Kinderheim, das wie ein eigenes kleines Dorf im Kölner Stadtteil Sülz lag, wurde 2010 fast vollständig abgerissen. Auf dem Areal entsteht ein neues Wohnquartier.
Viele ehemalige Bewohner des Kinderheims Köln-Sülz reagierten traurig und erschüttert, dass ihre zeitweise Heimat einfach so verschwand. Sie wünschten sich Orte der Erinnerung!
Diese “Erinnerungsorte” will der „Förderverein Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz e.V.“ realisieren.

Künstlerwettbewerb zur Schaffung der “Erinnerungsorte”

Heutige Bewohner der Neubauten auf dem Areal des ehemaligen Kinderheims in Köln-Sülz und frühere Bewohner, die im Kindes- und Jugendalter dort lebten, haben 2013 gemeinsam den Förderverein Erinnerungsorte Kinderheim Köln-Sülz e.V. (FEKS) gegründet. Ziel des Vereins ist es, „Kunst und Kultur im Stadtbereich von Köln-Sülz durch Konzipierung und Herstellung von Erinnerungsorten bzw. Denkmalen zu fördern, die an die ehemalige Kinderheim-Anlage in Köln-Sülz und ihre stadtkulturelle Bedeutung erinnern“.
Der FEKS hat zu einem beschränkten Wettbewerb eingeladen, um künstlerische Konzepte und Entwurfsvorschläge zu erhalten, die zur Realisierung von den o. g. Erinnerungsorten führen sollen. Die Gestaltung dieser Erinnerungsorte muss eine Reihe von inhaltlichen wie praktischen Aspekten berücksichtigen. Aufgrund der (auch planerisch-technisch) komplexen Aufgabenstellung empfiehlt der Auslober den Wettbewerbsteilnehmern, für ihre jeweilige Entwurfskonzeption, spätestens jedoch im Falle einer Realisierung ihres Vorschlags, sich über die eigene künstlerische Expertise hinaus (den jeweiligen Erfordernissen entsprechend) mit weiteren Fachleuten wie etwa Architekten, Freiraumplanern, Grafikern etc. zu Teams zusammenzuschließen.

Die Aufgabenstellung

Im Rahmen einer künstlerischen Konzeption, die sich vor allem mit den öffentlichen und halböffentlichen Räumen beschäftigen soll, sind unterschiedliche funktionale Anforderungen zu erfüllen:
  • Erinnerung an individuelle Lebensgeschichten im historischen Kontext (Kindergenerationen – von systematischen Misshandlungen und Schwarzer Pädagogik bis zu grundlegenden Reformen und einem „echten“ Zuhause)
  • Schaffung von Informationsmöglichkeiten zur (städte)baulichen wie gesellschaftlichen Geschichte des Ortes
  • Schaffung eines physischen Ortes oder mehrerer physischer Orte für Information, Erinnerung, Kommunikation und Verweilen (Momente/Strategien räumlicher Erfahrbarkeit)
  • Umgang mit dem architektonischem Bestand und authentischen Fundstücken. Zwingend ist die Integration des Wandspruches „Segen und Fluch“ eines ehemaligen Bewohners
Adressaten bei den Aufgabenstellungen sind die ehemaligen Bewohner, die hier (vor der Neubebauung) Jahre ihrer Kindheit und Jugend verbracht haben (es waren insgesamt über 20.000 lt. Dokumentation KidS von 2014), ebenso wie die heutigen und zukünftigen Bewohner, die jetzt hier leben bzw. leben werden. Darüber hinaus sollen aber auch interessierte Besucher, Spaziergänger oder Passanten angesprochen und berücksichtigt werden.

Das Wettbewerbsverfahren

Der FEKS hat im September 2016 insgesamt vier Künstler bzw. künstlerische Teams eingeladen, die jeweils ein Konzept mit Entwurfsvorschlag zur oben beschriebenen Aufgabenstellung einreichen sollen. Der weitere Ablauf des Wettbewerbsverfahrens ist wie folgt geplant:
Im Rahmen einer gemeinsamen Ortsbesichtigung wird den Künstlern das Areal vorgestellt.  Das Informationsgespräch dient nicht nur der direkten Beantwortung von Fragen, sondern auch dem persönlichen Kennenlernen der Beteiligten, was gerade für dieses Projekt als besonders wichtig erachtet wird.
Bis zum 21.11.2016 ist von den Wettbewerbsteilnehmern ein künstlerisches Konzept mit Entwurfsvorschlag einzureichen, das (bei entsprechender Jury-Entscheidung) als Grundlage für die Planung und die Realisierung der darin enthaltenen Maßnahmen dienen soll. Mit der Abgabe eines Beitrags erklärt der jeweilige Wettbewerbsteilnehmer zugleich seine Bereitschaft, diesen ggfs. auch umzusetzen.
Am 26.11.2016 präsentieren die Wettbewerbsteilnehmer ihre Konzepte und Entwurfsvorschläge den Vereinsmitgliedern und der Jury, die den Erstplatzierten in einer anschließenden Sitzung durch Mehrheitsbeschluss ermitteln wird.
Das Ziel ist die Realisierung des Gewinnervorschlags zum 100jährigen Jubiläum im Mai 2017!
Für dieses Ziel brauchen wir viele Unterstützer und Spender!
Spenden sind direkt auf unserer Spendenseite von “Gut für Köln und Bonn” möglich.

Jetzt Spenden! Das Spendenformular ist ein kostenfreier Service von betterplace.org.2

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